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TÜV, DEKRA & Co.
#1
So, auch wenn ich gerade noch auf der Arbeit sitze möchte ich Euch mal an meinem Leidensweg teilhaben Smile

Meine GPZ 500 S (EX500A) ist jetzt fertig aufgebaut und bereit für den "TÜV". Das Problem ist nur das ich die Maschine gebraucht gekauft habe und diese mit Drosselblenden gedrosselt "war"! Und genau da liegt der Hund begraben!

Ach ja, es soll noch erwähnt sein das die Maschine keinen TÜV mehr hat.

Der TÜV in Hagen schließt in 14 Tagen die Pforten und nimmt keine Kräder mehr ab. Der TÜV Prüfer vor Ort sagte mir "dann müssen Sie nach Iserlohn oder Witten"! Okay, das wäre kein Problem wenn das Problem mit dem nicht vorhanden TÜV nicht wäre.

Ich: "Da kann ich mit einem Kurzeitkennzeichen (ohne TÜV) nicht hin da ich nur im Zulassungsbezirk damit fahren darf; sprich Hagen!"
Prüfer: "Dann haben Sie ein Problem und müssten sich einen Transporter leihen!"
Ich: "Ich habe niemanden der mich fahren könnte!"

Darauf hin hat der Prüfer nicht geantwortet.

Prüfer: "Haben Sie das Gutachten und die Ein- & Ausbaubescheinigung für die Drossel?"
Ich: "Nein!"
Prüfer: "Dann müssten die Kollegen sowie so eine Komplettabnahme machen und die würde Sie ca. 250 € zzgl. Arbeitszeit kosten!"
Ich: "Also sprechen wir von Kosten jenseits der 300 €?"
Prüfer: "Rechnen Sie mal mit ca. 500 € plus HU & AU!"
Ich: "Also ca. 600 €?"
Prüfer: "Ja, so ungefähr plus minus!"
Ich: "Danke für die Auskunft und einen schönen Tag noch!"
Prüfer: "Auf Wiedersehen!"
Ich im Gedanken: "Nein, NIE wieder!"

Also habe ich bei der DEKRA angerufen. Es gibt ja schließlich genug Prüfdienste in Deutschland.

Ich: "Schönen Guten Tag Herr .... Ich habe ein Motorrad erworben welches vom Besitzer gedrosselt und wieder entdrosselt wurde. Ich brauche hier eine Änderungsabnahme!"
DEKRA: "Guten Tag. Haben Sie Unterlagen zu der eingebauten Drossel?"
Ich: "NEIN!" (genervt)
DEKRA: "Dann können und dürfen wir Ihnen keine Änderung abnehmen. Die Unterlagen sind zwingend erforderlich. Jetzt kann nur noch der TÜV mit einer Komplettabnahme helfen!"
Ich: "Okay, danke für die Informationen. Auf Wiederhören!"
DEKRA: "Auf Wiederhören!"

Im Gedanken habe ich mich schon von meiner Kawasaki wieder verabschiedet. Da fuhr ich so durch die Gegend, hatte meine Papiere alle brav dabei und auf einmal sehe ich ein Schild "GTÜ Prüfstelle 800 m links!" Okay, denke ich mir und fahre hin. 

Folgendes Gespräch:

GTÜ: "Guten Tag wie kann ich Ihnen helfen?"
Ich: "Guten Tag. Ich habe ein Motorrad erworben welches vom Vorbesitzer entdrosselt wurde. Ich habe aber leider keine Unterlagen zur Drossel!"
GTÜ: "Haben Sie den Fahrzeugbrief /-schein dabei?"
Ich: "Nur noch den Brief und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung da ich den Schein verloren habe!"
GTÜ: "Zeigen Sie mal bitte her! Nehmen Sie sich in der Zwischenzeit einen Kaffee ich muss kurz den Werkstattmeister (WM) fragen!"

Also nahm ich mir einen Kaffee und wartete ;Winktoller Service)

WM: "Guten Tag. Sie haben ein Motorrad welches nun ungedrosselt ist?"
Ich: "Ja!"
WM: "Ich schaue kurz mal ins System ob wir uns noch Datensätze ziehen können!"
Ich: "Danke!"
WM: "Das sieht gut aus. Ich kann Ihnen die Änderung bescheinigen. Sie muss mit dieser anschließend zum Straßenverkehrsamt und dort die Papiere ändern lassen!"
Ich: "Das geht so einfach?"
WM: "Sicher warum nicht!?"

Ich erzähle von meinem Leidensweg vom TÜV und der DEKRA.

WM: "Auch die können das, hatten wohl nur keine Lust zu arbeiten!"
Ich: "Was kommen für Kosten auf mich zu?"
WM: "Ungefähr 110 € inkl. HU & AU"
Ich: "Dann sehen wir uns morgen!"
WM: "Sehr gerne. Auf Wiedersehen!"
Ich: "Auf Wiedersehen! (SEHR GERNE)

Also werde ich meine Zette morgen bei der GTÜ vorführen. Freue mich schon richtig drauf und hoffentlich stimmen die Abgaswerte. So etwas macht immer ein wenig Kopfschmerzen.

Ich melde mich auf jeden Fall sobald ich die Plakette habe Wink

Gruß,

Alex
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#2
Hallo,
Ja der TÜV ist so eine Geschichte...

Ich hatte eine ähnliche, wenn auch nicht ganz so langwierige Geschichte mit dem TÜV.
Hier der Verlauf der (Ent)drosselungen meiner Kawasaki:
1. Von Werk aus war es ein 27kW Modell, also 60PS Deckel mit Drosseln im Ansaugstutzen
2. Mein Vorbesitzer hat die Drosseln entfernt und 60PS in seinen Schein eingetragen bekommen
3. Ich habe eine 35kW Gaswegsbegrenzer-Drossel eingebaut und auch Ohne Probleme vom GTÜ eingetragen bekommen. Der wollte nur mal dass ich ihm zeige wo denn die Drossel verbaut ist und keine Einbaubescheinigung einer Werkstatt (den Gaswegsbegrenzer sieht man ja von außen super)
4. Nachdem ich endlich den A-Schein hatte habe ich zusammen mit dem Fälligen TÜV die Drossel ausgebaut und wollte das dementsprechend abnehmen lassen. Diesmal beim TÜV Süd. Ich nahm an das geht mit demselben gelben Heftchen, das auch zum Eintragen der Drossel gereicht hat. Aber von wegen: der TÜVler schaut in seinen Computer und findet anhannd meiner Fagrzeugnummer heraus, dass es ein 25kw Fahrzeug ist. Also kann er mir mit ausgebauter Drossel nur diesen Wert bescheinigen und mir daher die Drossel nicht austragen. Falls ich aber irgendein Dokument hätte auf dem die 60PS für mein Fagrzeug eingetragen sind kann er das machen. Zum Glück hatte ich den entwerteten Fahrzeugbrief meines Vorbesitzers noch auf dem die 60PS eingetragen sind. Also schnell heim gedüst und den geholt. Damit hat er es mir dann letztendlich doch eingetragen.

Merk dir also: niemals alte Motorrad Unterlagen wegschmeißen. Man kann nie wissen was der TÜV (in meinem Fall nach 15 Jahren) mal sehen will...
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#3
Wer fährt auch schon zum TÜV nach Hagen? Die machen immer Schwierigkeiten was Eintragungen angeht. Mein Cousin wollte keinen Aktenordner mit ABEs mitführen und für 110 DM konnte man alle Teile eintragen lassen. Der TÜV wollte sich weigern weil nicht alles auf einen Fahrzeugschein paßt und die nicht noch 2 weitere ausstellen wollten. Nach viel tamtam mit Anwaltlicher (Verwandschaft) Hilfe haben die es letztendlich getan, aber dafür das ganze Auto auseinander genommen ob die ABEs mit den Teilen übereinstimmt.

Seitdem sind wir mit allem zum Bauern-TÜV nach Schwelm gefahren Big Grin Da bekam man fast alles durch was beim verlassen des Hofes nicht vom Auto viel  Big Grin
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#4
Ich wäre vorsichtig mit solchen Antworten, genau deshalb ist es so, wie es jetzt ist.
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#5
Der TÜV in Hagen war eben meine einzige Option da das Moped keinen gültigen TÜV hatte und ich auch keinen Fahrzeugschein mehr hatte. Damit musste ich mit einem Kurzzeitkennzeichen vorführen. Das bedeutet im Umkehrschluss ich muss im Zulassungsbezirk bleiben da ich ein Kraftfahrzeug ohne TÜV führe.

Ja, die Antwort ist wirklich recht kritisch. Es gibt viele die mit diesen "Gefälligkeitsgutachten" durch die Gegend fahren. Auch unser Nachbar hat einen Klappenauspuff am Auto eingetragen bekommen obwohl nicht zulässig. Ergo; nach gefühlten 500 Anrufen und Beschwerden der Nachbarschaft wurde das Auto sichergestellt.

So, nun aber zu den erfreulichen Nachrichten.

Habe meine Zette heute durch den TÜV bekommen. "Ohne Mängel" und mit einem Abgaswert von nur 1,2 %. Das ist doch mal eine feine Sache.

Gruß,

Alex
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#6
Herzlichen Glückwunsch zum neuen Aufkleber.

Der niedrige (CO-)Wert verheißt zwar weniger Spritverbrauch - aber auch ein mageres Gemisch. Mir hat man bei der letzten Messung erklärt (beim TÜV in Bonn-Endenich...), dass ich sie besser auf 2,5 - 3% einpendele (ich hatte eine Kreuzstecknuss dabei Whistle ), da dies der Motorgesundheit besser zustünde.
Beim vorletzten TÜV-Besuch in Engelskirchen wurde Schwingenspiel bemängelt und ich musste die Schwingenlager ersetzen. Dafür, wie gut das geholfen hat, bin ich dem Prüfer quasi noch heute dankbar.
Bei allen TÜV-Vorführungen wurde nicht einmal das gerissene Blinkerglas erwähnt.
Als ich das letzte Mal bei unserem neu eröffneten GTÜ war, und mit Kaffee, der Tageszeitung und Weingummi die Zeit verbrachte, bis ich dran war, hat man mir den Riss mit Klebeband abgedichtet.

Wo ich auch war, wurde ich geduldig empfangen, freundlich behandelt und die Prüfer waren immer interessiert und nicht herablassend.
Ich denke, das hat auch etwas mit dem eigenen Auftreten zu tun. Wenn ich mich selbst offen gebe und auch Kritik erstmal annehme - und nicht gleich als Schikane begreife - erkennt der Prüfer auch die Ernsthaftigkeit des Wunsches, ein möglichst sicheres Motorrad fahren zu wollen. Und nicht nur mit Hängen, Würgen und Tricksen so grade eben die Plakette zu erhalten.

In den Prüf-Stellen fahren täglich Dutzende Fahrer vor. Die Prüfer erleben sicher so jeden Typus von Darsteller. Und nach Feierabend erzählen die sich Anekdoten (zB. über uns) und lachen sich kaputt, was sich mancher einfallen lässt.

Es gibt sicher auch gefrustete Prüfer - weshalb es ein Bild von der grau bekittelten Flitzpiepe gibt -, aber hinter allen steht ein Schicksal - sei es als Knecht der TÜV-Holding, oder als Familien-Betrieb mit GTÜ-Franchise-Vertrag.

Laut Wikipedia bezeichnet die deutsche Wirtschaft, also die größten, produzierenden Unternehmen, die Gründung einer staatlichen Überwachung als "Selbsthilfeverein".

[An dieser Stelle ließe sich trefflich eine Abhandlung über die Funktionsweise des Kapitalismus einfügen, aber wir wollen mal nicht zu wissenschaftlich werden.]

Fiel mir gerade so ein. Zurück zum Thema.
Mein Herz schlägt links.
www.nachdenkseiten.de
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#7
Das ist falsch rüber gekommen. Natürlich ist/war der TÜV Schwelm genauso korrekt wie alle anderen, aber der TÜV Hagen ist für seine Schikanen bekannt (zumindest damals).
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