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Motor schwergängig / Anlasser blockiert nach Panne
#1
Moin!
Da ich mit meinem Problem leider durch Suchen weitergekommen bin, erstelle ich mal ein Post zu meinem Problem.
Bisher war ich immer nur stiller Beobachter des Forums hier, und es hat mir schon einige Male sehr gut geholfen! Wink  Daher kurz zu mir: Ich bin Jonas (23) aus Rostock und seit 3 Jahren Besitzer einer EX500d (~58.000km).
Nun zu dem Problem. Ich versuche die Ereignisse und Symtome so genau wie möglich zu beschreiben, damit das Problem besser zugeordnet werden kann.

Ich hatte Probleme mit meiner Spritversorgung (Schlauch wurde spröde), weshalb ich den Spritschlauch sowie den Spritfilter (Papierfilter) ausgetauscht habe. Soweit lief auch alles, aber als ich nach 50km mit dem neuen Schlauch/Filter auf die Autobahn gefahren bin, nahm der Motor kurz hinter der Auffahrt bei ca 130km/h und 8-9000 1/min kein Gas mehr an. Bis dahin kein ungewohntes Gefühl, es war als ob kein Sprit mehr am Vergaser ankam, also wie wenn man auf Reserve schalten muss Wink 
Nachdem ich auf dem Standstreifen zum Stehen kam, und gesehen habe, dass der Spritschlauch tatsächlich etwas ungünstig verrutscht war, konnte ich diesen mit spitzen Fingern wieder zurück in die Ursprungsposition bewegen (Wohl doch ein paar cm zu lange geschnitten). Bis hierher sah es also nur so aus wie ein Problem in der Spritversorgung.
Also ab ans Starten. Klar, es ist kein Sprit im Vergaser, und dieser läuft ja auch nur nach, wenn gestartet wird dank Unterdruckmembran am Sprithahn. Also ein wenig drehen lassen. Immer wieder mal für ein paar Sekunden probiert. Die Batterie wurde gerade voll geladen. Trotzdem wurde es ziemlich schnell immer langsamer, bis ziemlich abrupt nur noch das klicken des Relais zu hören war. Gut, also habe ich evtl. den Anlasser hinübergeholfen. Shrug Anschieben hat auch nicht geklappt, ging auch leicht bergauf. Also erst einmal mit dem ADAC nach Hause bringen lassen, das hat auch alles gut geklappt. Irgendwofür muss sich der Mitgliedsbeitrag ja auch lohnen  Big Grin
Zu Hause noch einmal die Batterie gecheckt und vollgeladen und die Spritversorgung sichergestellt. Startrelais macht nach wie vor klick, aber nichts passiert.
Und jetzt wird es interessant: Ich habe die Maschine schon ein paar Male angeschoben (leere Batterie nach Winterschlaf, etc), weshalb ich ganz gut im Gefühl habe wie das ging. Allerdings lässt sich der Motor jetzt nur noch ziemlich schwer durchdrehen! Mein Vater und Bruder haben geschoben, und obwohl ich auf dem Bock saß war das Hinterrad (kurz vorm) blockieren! Das ging, wenn mich nicht alles täuscht, früher deutlich leichter. Starten wollte sie dabei nicht. Sprit konnte man gut riechen, daran lag es also nicht.
Daher jetzt meine Überlegung: habe ich einen Kolbenfresser? Oder liegt ein Problem im Getriebe vor? Wie hängt das Problem damit zusammen, dass kein Sprit am Vergaser ankam? Könnte es durch "nuddeln lassen" des Startes ausgelöst worden sein? Oder ist es ein anderes Problem, welches jetzt zufällig zusätzlich auftritt?
Desweiteren ist mir aufgefallen, dass das Hinterrad zwar im Leerlauf frei drehen kann, mit eingelegtem Gang und gezogener Kupplung jedoch nur ziemlich Schwergängig! Ein bisschen war das vielleicht auch schon immer so, aber auch das kommt mir deutlich schwergängiger vor als normal. (Kupplungsseil ist eingestellt, daran liegt es nicht)

Wie kann ich das Problem weiter eingrenzen? Ich bin leider ein wenig ratlos, wonach ich eigentlich suche. Habt ihr Ideen, mit welchen Schritten ich das Problem weiter eingrenzen kann?
Wenn ich noch bestimmte Details wissen wollt, die ich nicht genannt habe, immer raus damit.

Danke schonmal!
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#2
Hi Jonas, der erste Teil Deines Problems (Spritversorgung) liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit am verbauten Benzinfilter. Wenn der nicht optimal plaziert ist, führt das genau zu dem von Dir beschriebenem Problem, schmeiß ihn am besten raus, original ist da auch keiner in der Leitung drin.

Zum zweiten Teil (Relais klickt nur bei Startversuch): Lass beim Starten mal das Licht an, und schau, ob der Scheinwerfer beim Druck aufs Starterknöpfchen deutlich dunkler wird. In dem Fall versucht der Anlasser zumindest, sich zu drehen. Wenn das nicht der Fall ist, würde ich mal mittels Prüflämpchen oder Voltmeter testen, ob zwischen den beiden Polen (Kabelanschlüssen) am Anlasser beim Druck auf den Starterknopf überhaupt Spannung anliegt.

Dass sich das Hinterrad bei gezogener Kupplung und eingelegtem Gang deutlich schwerer drehen lässt als im Leerlauf ist übrigens völlig normal. Ob das Anschieben jetzt bei Dir schwerer geht als früher, kann hier aus der Ferne leider keiner beurteilen. Wink
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#3
Tja, und wenn doch zufällig zwei Dinge auf einmal passiert sind, und der erhöhte Widerstand tatsächlich größer ist als früher, käme eventuell ein Problem beim Anlasserfreilauf in Frage?
Mein Herz schlägt links.
www.nachdenkseiten.de
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#4
Danke schonmal für die Lösungsansätze!

Irgendwie habe ich Dussel den Starter selber schonmal ausgeschlossen. Jetzt habe ich doch mal ein Voltmeter an die Kontakte gehalten und siehe da: es kommt kein Strom am Starter an! Es klickt zwar das Relais in dem Sicherungskasten, aber mir ist jetzt erst aufgefallen, dass da noch ein zweites größeres Relais für die Last ist (siehe Bilder).  irre
Also mal eben mit einem Starterkabel direkt den Pluspol der Batterie mit dem Starter verbunden und schon drehte der Starter wieder problemlos den Motor! Es klingt auch alles sehr normal, somit scheint meine schlimmste Befürchtung (Kolbenfresser) erst einmal ausgeschlossen. Wahrscheinlich habe ich also die Schwergängigkeit falsch eingeschätzt. Nun muss ich also schauen, wo ich ein neues Starter-Relais herbekomme, da meins offensichtlich bei meinen Startversuchen draufgegangen ist. Whistle Habt ihr eine Idee, wo man so etwas Spezielles herbekommt? Ich spreche von diesem Teil, was zwischen Batterie und Starter sitzt und wo 3 Pins zur Ansteuerung rein gehen. Auch ein bisschen komisch: Wenn der Stecker mit den 3 Pins nicht angeschlossen ist, geht die Zündung nicht an! Scratchheadyellow
Hier mal ein Bild von dem Teil:
       

Das muss also neu. Leider ist das Problem damit wahrscheinlich noch nicht so ganz behoben, denn angesprungen ist die Kleine leider nicht. Zündfunken waren da, daran liegt es also nicht. Ich habe mithilfe einer Spritze Sprit direkt in den Spritschlauch befördert, in dem Filter konnte man den Pegel ganz gut sehen. Allerdings will ich die Spritversorung noch nicht ganz als Problem ausschließen, da ich dort ja kurz vor der Panne herumgefuscht habe. Wenn da alles problemlos funktioniert, sollte durch den angeschlossenen Tank ja auch ein gewisser Druck durch den Höhenunterschied im Spritschlauch aufbauen. Also auf jeden Fall mehr Druck, als nur ein paar Tropfen in dem Schlauch. Das könnte ja auch schon Auswirkungen haben, oder sehe ich das falsch?
Den blöden Spritfilter habe ich seit 3 Jahren übrigens zusätzlich verbaut, da ich seit einer Tanksanierung nicht mehr diese Siebe auf dem Sprithahn im Tank besitze. Ich würde den also nur ungern komplett rausschmeißen.
Morgen kann ich auch noch einmal ein Bild von der Spritversorung hochladen.
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#5
Ist der Unterdruckschlauch noch ok?
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#6
So "Speziell" ist das Relais nicht, eigentlich ein Standardteil, gibt's z.B. hier: https://www.biketeile-service.de/Kawasak...47241.html

Wenn Du Sprit direkt in die Benzinschlauch gibst, reicht das zum Starten auf jeden Fall aus. Mach ich auch so, wenn ich sie ohne Tank laufen lassen muss, d.h. ich stecke den Körper einer größeren Apothekenspritze oben auf den Benzinschlauch und mach ihn voll, das reicht dann für ein paar Minuten.

Dein Benzinfilter ist mir dennoch ein Dorn im Auge, probier das Starten doch zunächst mal ohne das Ding. Und wenn Du ihn unbedingt brauchst, schau, dass Du ihn senkrecht hinten zwischen die Vergaser verbaust, mit sehr kurzem unteren Abgang zum Vergaser hin. Den Schlauch da nur so lang lassen, dass Du da zwei Schlauchschellen drum bekommst.
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#7
(20.04.2020, 02:12)rex schrieb: .... Und wenn Du ihn unbedingt brauchst, schau, dass Du ihn senkrecht hinten zwischen die Vergaser verbaust, mit sehr kurzem unteren Abgang zum Vergaser hin. Den Schlauch da nur so lang lassen, dass Du da zwei Schlauchschellen drum bekommst.
Genau so wird´s gemacht, dann funktioniert auch ein Benzinfilter. Ich fahre einen in allen Maschinen und hab keine Probleme damit.

Gruß c-de-ville
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#8
Ich hab auch nen Benzinfilter eingebaut nachdem ich die Siebe im Tank versehentlich kaputt gemacht habe. Nur ich habe mir einen Filter besorgt der den Sieben im Tank ähnelt. Also kein Papierfilter, sondern ein Siebfilter. Hab das dann alles so verlegt, das der Filter Wagerecht auf dem Vergaser liegt und der Schlauch ohne eine Steigung zum Vergaser geht. Bis jetzt keine Probleme.
Motorräder:
Honda CB 1300 
Honda CB SevenFifty (zerstört  Yellow )
Kawasaki GPZ 500 S

Mein Kanal:
https://www.youtube.com/c/GTMatzeMotoVlogs

Playlist GPZ-Restauration:
https://www.youtube.com/playlist?list=PL...m2B4kyopAT

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#9
Das Problem des Siebfilters ist, das er nur filtert wie der Originalfilter, aber da die GPZ schon über 20 Jahre alt ist, reicht der Siebfilter nicht mehr aus, da der Tank schon etwas korrodiert sein kann. Der Papierfilter filtert einfach kleinere Partikel raus. Ich habe schon mal Tests mir Siebfilter, Sinterfilter und Papierfilter gemacht und Papier filtert am Besten. Alles was durch den Papierfilter durch geht ist auch düsengängig.

Gruß c-de-ville
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#10
Ja gut, mein Tank ist frisch entrostet und versiegelt. ---> also neuwertig.
Motorräder:
Honda CB 1300 
Honda CB SevenFifty (zerstört  Yellow )
Kawasaki GPZ 500 S

Mein Kanal:
https://www.youtube.com/c/GTMatzeMotoVlogs

Playlist GPZ-Restauration:
https://www.youtube.com/playlist?list=PL...m2B4kyopAT

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#11
Das mag sein, aber der Sprit an den Tankstellen muss nicht unbedingt sauber sein.
Bin mal mit meinem Auto liegen geblieben, Benzinpumpe defekt. Das erste was mich der nette Herr vom ADAC gefragt hat, "haben sie an der Tankstelle dort hinten getankt?" Anderes Beispiel, wir haben mit 4 Maschinen in den Dolomiten, an einer kleinen Tanke in den Bergen getankt. Hinterher hatten 3 Vergaserprobleme, in Form von verdreckten Leerlaufdüsen. Ich glaube das war kein Zufall. Und deshalb fahre ich Papierfilter, meine Tanks sind alle sauber und zum Teil auch von innen beschichtet.

Gruß c-de-ville
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#12
(20.04.2020, 02:12)rex schrieb: So "Speziell" ist das Relais nicht, eigentlich ein Standardteil, gibt's z.B. hier: https://www.biketeile-service.de/Kawasak...47241.html

Wenn Du Sprit direkt in die Benzinschlauch gibst, reicht das zum Starten auf jeden Fall aus. Mach ich auch so, wenn ich sie ohne Tank laufen lassen muss, d.h. ich stecke den Körper einer größeren Apothekenspritze oben auf den Benzinschlauch und mach ihn voll, das reicht dann für ein paar Minuten.

Dein Benzinfilter ist mir dennoch ein Dorn im Auge, probier das Starten doch zunächst mal ohne das Ding. Und wenn Du ihn unbedingt brauchst, schau, dass Du ihn senkrecht hinten zwischen die Vergaser verbaust, mit sehr kurzem unteren Abgang zum Vergaser hin. Den Schlauch da nur so lang lassen, dass Du da zwei Schlauchschellen drum bekommst.

Ich habe mir die benötigten Teile bei Matthies bestellt. Dank Corona muss ich nun bis Mittwoch mit dem Abholen warten... Dance 

Der Benzinfilter sitzt wie im Anhang zu sehen relativ senkrecht zwischen den Vergasern. Das ging die letzten 3 Jahre so auch Problemlos. Mein Tank ist zwar auch entrostet und versiegelt, aber kann sich ja immer ein bisschen Dreck ansammeln. Aber ja, vielleicht entferne ich den mal testweise wieder.
   

Ich habe irgendwo mal was davon gelesen, dass der Benzinschlauch genau auf eine bestimmte Länge geschnitten sein muss. Könnte es also ein Problem sein, wenn meiner jetzt 5cm zu lang wäre?
Antworten
#13
(20.04.2020, 19:57)Dr.JoNes96 schrieb: Der Benzinfilter sitzt wie im Anhang zu sehen relativ senkrecht zwischen den Vergasern. Das ging die letzten 3 Jahre so auch Problemlos. Mein Tank ist zwar auch entrostet und versiegelt, aber kann sich ja immer ein bisschen Dreck ansammeln. Aber ja, vielleicht entferne ich den mal testweise wieder.


Ich habe irgendwo mal was davon gelesen, dass der Benzinschlauch genau auf eine bestimmte Länge geschnitten sein muss. Könnte es also ein Problem sein, wenn meiner jetzt 5cm zu lang wäre?

Der Benzinfilter geht noch tiefer und ja der Benzinschlauch sollte nicht zu lang sein, denn dann macht er meist einen Bogen nach oben und das verhindert das der Sprit vernünftig fließen kann.

Gruß c-de-ville
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