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Bremsbelagwechsel am Hinterrad eines D-Models
#1
Hallo, liebe Schrauber und Forenmitglieder,

heute habe ich meine Bremsbeläge hinten an meinem D-Model gewechselt. Ich möchte den Arbeitsablauf einmal schildern und versuche es mit Bildern zu unterlegen um dem nächsten vielleicht die Fragen zu ersparen, die ich vor Arbeitsanfang stellen musste. Martin (Webmaster) hat sie mir beantwortet und mir sehr geholfen. Dafür nochmals vielen Dank.

Da es mein erster Bericht dieser Art ist, bitte ich den Erfahrenen ihr Wissen mit einfliessen zu lassen, bzw. Fehler, die ich bei der Arbeit machte, zu berichtigen, oder Verbesserungsvorschläge mit einzubringen. Sollte das ein oder andere Bild nicht ganz so scharf sein, bitte ich um Nachsicht.

Viel Werkzeug brauch man nicht:

- Innensechskantschlüssel 6mm
- grossen Schraubendreher, bzw. irgendwas zum kniepen um den Bremszylinder zurück zu drücken.

- Gummihammer
- Prallelschraubzwinge
- Kupferpaste
- Bremsenreiniger

Dann kanns losgehen.

Mit dem Innensechskant-Winkelschraubendreher die beiden 8mm Innensechskantschrauben an der Halteplatte des Bremssattels abschrauben und Bremssattel nach oben abziehen.
Eigentlich sollte dann schon der hintere, kleine Bremsbelag, von allein herausfallen.

Danach mit der Parallelschraubzwinge die Halteplatte mit den beiden Gummibälgen zusammen drücken, damit man den eingehangenen Bremsbelag mit etwas verkanten aus den Haltestiften entfernen kann.

Die neuen Bremsbeläge an allen Stellen wo später Metall auf Metall trifft und eine Bewegung stattfindet, mit Kupferpaste einschmieren. Man sollte es aus dem Grund tun, um dem hässlichen Geräusch des "Bremsen quietschen" vorzubeugen.

Bevor nun die neuen Bremsbeläge in den Bremsattel eingelegt werden, nicht vergessen vorher alles schön zu reinigen. Vorallem den Bremszylinder, nicht das der Schmutz die Dichtungen beschädigt, wenn dieser zurück gedrückt wird. Auch überall da reinigen, wo man jetzt, wo der Sattel ab ist, überall drankommt.

Nachdem der Bremszylinder soweit es ging zurück gedrückt wurde, den grossen Bremsbelag etwas verkantet auf die Trägerstifte setzen. Danach den kleinen einlegen. Dringend darauf achten, das am Rand die kleinen Nasen genau in die Aufnahme passen und er nicht verkanntet eingesetzt wird.

Nun versuchen den Bremssattel wieder so aufzuschieben, das die Bremsbeläge nicht herausfallen, nicht verkannten und die Bohrungen der Halteplatte mit den Bohrungen der Trägerplatte am Rahmen fluchten. Ich habe da schon etwas mehr als ein Versuch gebraucht. Wenn es einigermassen sitzt mit dem Gummihammer ganz, ganz vorsichtig den Bremssattel in Position bringen, damit man die Schrauben wieder in die Gewindebohrung drehen kann. Festschrauben, fertig.

Nun erstmal das Rad drehen. Etwas schleifen darf es schon, da die Beläge ja direkt an der Bremscheibe anliegen. Dann zwei dreimal die Fussbremse betÃäigen und dann eine langsame Probefahrt vornehmen. Ganz leicht bremsen, damit man sicher ist, das die Bremsbeläge korrekt anliegen und nicht verkantet sind. Wenn man beim bremsen keine aussergewöhnlichen Geräusche hört, sollte alles ok sein. Auch wenn am Anfang die Bremswirkung nicht so doll ist. Den auch die neuen Beläge müssen sich erst an die Bremsscheibe anpassen und müssen sich somit einbremsen. Hier im Forum habe ich gelesen, die ersten 40 km sehr, sehr dosiert bremsen um ein überhitzen der Scheiben und Verglasen der Beläge entgegen zuwirken. Dann die nächsten 100 km auch noch mit erhöhter Vorsicht bremsen.

Hab gerade gesehen, das alle Bilder, die ich dabei gemacht habe, zu gross sind. Das heisst ich muss sie alle noch bearbeiten, damit sie hier reinpassen. Werde versuchen das morgen in Angriff zu nehmen.

L.G.Tom
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#2
So, wie nun versprochen wollte ich versuchen noch die Bilder von dem gestrigen Bremsbelagwechsel nachzureichen. Ich hoffe es gelingt.
Als erstes das von mir benötigte Werkzeug
   


Dann mit dem Innensechskant-Winkelschraubendreher die M8 Innensechskanschrauben lösen
   


Danach den Bremssattel nach oben von der Bremsscheibe ziehen. Der kleine Belag wird schon von allein herausfallen. Um den grossen von den Stiften zu bekommen muss die Trägerplatte zusammengedrückt werden. Ich habe dies mit einer Parallelschraubzwinge gemacht. Dann den Belag verkanten und herausnehmen.
   


Nun den Bremszylinder und alles wo man sonst nicht herankommt mit Bremsenreiniger säubern. Drauf achten das der Bremszylinder sauber ist damit er beim zurückdrücken nicht mit dem Schmutz die Dichtungen beschädigt.
   


Die neuen Beläge sollten an allen Stellen wo sich Metall mit Metall berührt und eine mechanische Bewegung auftritt, mit Kupferbaste eingefettet werden. Das würde dem quietschen der Bremsen vorbeugen. Z.B. auf den Tragstiften der Trägerplatte.
   


Beim Einlegen der Beläge kann mit dem grossen kein Fehler auftreten. Bei dem Kleinen muss darauf geachtet werden, daß er genau in der Haltefeder und mit den Nasen in der Trägerplatte vor dem Bremszylinder liegt und darf beim aufschieben des Bremssattels auf die Bremsscheibe nicht verkanten. Bis ich es hinbekam hab ich ein paar Versuche gebraucht.
   
   


Nun muss also der Bremssattel auf die Scheibe geschoben werden, bis die Gewindebohrungen von Halteplatte am Rahmen mit der Trägerplatte fluchten, damit man den Sattel wieder festschrauben kann. Hierzu habe ich ganz dezent den Gummihammer gebraucht um die Flucht der Bohrungen hinzubekommen.
Als letztes muss die Funktionsfähigkeit der Hinterradbremse überprüft werden.

PS: Nicht auf das Datum der Bilder achten, das ist in der Kamera nicht korrekt eingestellt.
L.G.Tom
Antworten
#3
Danke für den wundervollen Eintrag Tom.
Tausend Dank. Hab ihn gleich als Anleitung ausgedruckt Wink
Hoffe wir sehen uns mal bei einem Treffen.

Gruß Simon
GPZ 500s D, Bj. 93
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#4
Ich hab deine Anleitung mal ins Wartungsforum verschoben. Da geht sie nicht verloren. Vielen Dank fürs Dokumentieren. Klasse Arbeit!!
Gruߟ, Juls

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