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Zündkerzenwechsel - Black Hawk - 27.01.2012 Hej, kann mir bitte jemand in Stichworten erklären, wie ich die Zündkerzen wechsel? Besonders wichtig wäre mir die Frage, wie fest ich sie schrauben soll. Habe in der SuFu nichts gefunden, falls es schon ein Tutorial gibt, bitte ich um Verzeihung und um den Link. Re: Zündkerzenwechsel - gpz-norden - 27.01.2012 Moinsen; in Stichworten: Sitzbank runter; Seitenverkleidung lösen / abbauen Tank zentrale schraube lösen, Schläuche demontieren, Tank abnehmen. Vorsichtig auf die beiden Tankgummis... beide Zündkerzenstecker vorsichtig lösen, dabei leicht drehen Bordwerkzeug, Zündkerzenschlüssel (ich meine 18 mm) nehmen und Zündkerzen lösen, herausdrehen Neue Zündkerzen "einführen" und eindrehen; keine Gewalt anwenden... Drehmoment: 13 Nm; siehe Tabelle... http://www.klappersaki.de/gpz-wartung/buecher/Anzugsmomente.pdf Seite 2 und dann wieder alles zusammensetzen. Schau Dir gleich mal das Innere der Zündkerzenstecker an; die zerlegen sich ganz gerne mal... Grüße, Sascha Re: Zündkerzenwechsel - Black Hawk - 27.01.2012 Vielen Dank Sascha. Werde mir morgen einen Drehmomentschlüssel besorgen und loslegen. Gruss, Christian Re: Zündkerzenwechsel - Rubino - 27.01.2012 Zündkerzen zieht man nicht mit Drehmoment an Wenn du NGK Kerzen hast steht auf der Packung drauf wie's geht Re: Zündkerzenwechsel - Guardian - 27.01.2012 Ich würd dir empfehlen die Zündkerzenlöcher vor dem Ausbau der Zündkerzen auszublasen, damit dir kein Dreck in die Brennräume fällt. Falls dein Bordwerkzeug keinen Zündkerzenschlüssel enthält kannst du dir dieses Set von Louis kaufen. ![]() Gruß Sebastian Re: Zündkerzenwechsel - Black Hawk - 27.01.2012 Rubino schrieb:Zündkerzen zieht man nicht mit Drehmoment an Hast Recht, manhchmal lohnt es sich mit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Re: Zündkerzenwechsel - gpz-norden - 27.01.2012 Rubino schrieb:Zündkerzen zieht man nicht mit Drehmoment an ... und das unterschreibst Du????? http://www.ngk.de/technik-im-detail/zuendkerzen/montagetipps/drehmomente/ Grüße, Sascha Re: Zündkerzenwechsel - Rubino - 28.01.2012 Wieso Ich ? NGK unterschreibt das. Oder hast du irgendwo meine Unterschrift gesehen ? Ich sage nur was auf der Packung steht. Und sieh es mal so: Die wenigsten Drehmomentschlüssel gehen in dem Bereich genau, wenn man überhaupt einen passenden (inklusive Langnuss) hat. Dazu ist das ein häufig genutztes Gewinde, das trotzdem viel zu halten hat. Durch das ständige auf- und zu drehen wird das Material nicht besser und kann immer weniger Moment aushalten. Ich hab schon einige Gewinde mit Drehmomentschlüssel und vorgeschriebenem Moment gehimmelt. Ohne noch kein einziges, und auch kein Kerzengewinde. Wenn man das ohne Drehmomentschlüssel macht achtet man gleichzeitig auch mehr aufs Gefühl in der Hand, für die Zündkerzen mit ihrer Quetschscheibe ist das eindeutig besser wenn man die "mit Winkel" anzieht. Die 15-20Nm die NGK auf der Heimseite angibt halte ich für absolut Materialvernichtend. Re: Zündkerzenwechsel - antibike - 28.01.2012 Die Angaben auf der Zündkerzenpackung besagen bei mir:
Re: Zündkerzenwechsel - c-de-ville - 28.01.2012 Rubino schrieb:für die Zündkerzen mit ihrer Quetschscheibe ist das eindeutig besser wenn man die "mit Winkel" anzieht. Zu 1: bei neuen Kerzen nach fest ca. 1/4 Umdrehung. Fest heißt wenn man mit extrem wenig Kraft einen Widerstand fühlt. Zu 2: bei gebrauchten Kerzen besagte 15-20 Nm und das ist extrem wenig. Ungefähr 10-15Nm erreicht man, vorausgesetzt man ist halbwegs kräftig, wenn man eine Nuss mit Verlängerung, ohne Knarre, festzieht. Also nur an der Verlängerung anfassen und drehen. Erst wenn man das weiß, kann man sich ausmalen, wieviel Kraft man mit einer Knarre von 25 oder 30 cm Länge ausübt. Und die Meisten ziehen so die Kerzen an bis nix mehr geht, das ist dann ein vielfaches von 15-20 Nm und damit höchst zerstörerisch für das Kerzengewinde, noch dazu, wo die Kerze aus Stahl ist. Es verschleißt also nur ein Teil und das ist auch noch das deutlich teurere - der Zylinderkopf. Anzugsdrehmomente sind eigentlich nur da um Schraube und Gewinde zu schonen, oder um ein gleichmäßiges anziehen von Bauteilen zu gewähren. Der erfahrene Schrauber kann also sehr wohl Schrauben gleichmäßig mit der Hand anziehen. Ich kontrolliere meist nur noch mit dem Dremo und meist passt es, d.h. ich muss nur noch etwas nachziehen und gut. Und wie Rubino schon gesagt hat, die meisten Drehmomentschlüssel sind in den geringeren Anzugsdrehmomenten höchst ungenau und somit Schrott, erst recht, wenn sie schon Jahre auf dem Buckel haben. Nicht umsonst kosten Profiteile ein vielfaches von dem was man bei den Motorradausrüstern bezahlt. Bei der Bundeswehr wurden Drehmomentschlüssel, zumindest zu meiner Zeit, auch regelmäßig geeicht. Ich habe z.B. noch einen klassischen Dremo mit Skala, wo sich ein Stahl mit der Skala verbiegt und der andere quasi als Zeiger das Drehmoment anzeigt, damit kann man zwar nicht unbedingt 5 Nm einstellen, aber der ist auch nach 20 Jahren noch genau, wenn er denn jemals genau war, solange der Zeiger in unbelastetem Zustand auf Null steht. Jeder der Schrauben bis Anschlag festzieht sollte mal überlegen, wieviele der nicht von ihm festgezogenen Schrauben er schon verloren hat. Bei Schrauben die extremen Vibrationen ausgesetzt sind kann man anstatt Kraft ja auch eine flüssige Schraubensicherung benutzen. So viel wollte ich ja eigentlich gar nicht schreiben, aber da hier auch sehr viele Schrauberneulinge lesen, hilft es ja vielleicht dem ein oder anderen. Jeder Neuling sollte mal Schrauben mit der Hand anziehen und mit einem Dremo kontrollieren, damit er einfach mal ein Gefühl für Drehmomente bekommt. Außerdem sollte er sich beim Schrauben einfach mal über die vorgeschriebenen Drehmomente im WHB informieren, dann bekommt man mit der Zeit auch ein Gefühl dafür und muss nicht mehr jedes Drehmoment nachschlagen. Da fällt mir noch was ein, größere Gewinde wie Zündkerzen oder Ölablassschraube setzt man vorm reinschrauben erst an, d.h. man dreht die "Schraube" entgegengesetzt bis das Gewinde überspringt, dann hat man den Gewindeanfang gefunden und dann schraubt man die "Schraube" mit Hand bis zum Anschlag rein. Bei einem Gewinde in das sich die Schraube nicht kraftlos einschrauben lässt ist irgendwas nicht in Ordnung. Dieses Mal, vielleicht auch nächstes Mal mag es noch gehen, aber irgendwann ist das Gewinde hin, erst recht, wenn es sich um Stahlschraube in Alugehäuse handelt. Jetzt ist aber Schluß - viel Erfolg Gruß c-de-ville Re: Zündkerzenwechsel - gpz-norden - 28.01.2012 Rubino schrieb:Ich sage nur was auf der Packung steht. Und sieh es mal so: Da gebe ich Dir ja recht... ist natürlich für einen Neuling etwas schwieriger... Aber es gibt auch Verpackungen von NGK, da steht drauf: Zündkerzen mit 8 - 10 Nm Drehmoment festziehen... Bei den "normalen" Motoren nutze ich auch keinenDrehmomentschlüssel, den habe ich in Handgelenk und Schulter... aber bei meiner BMW sehr wohl, hat aber was mit den Magnesium- Zylinderköpfen zu tun... da gehen zumindest bei meinem Freundlichen sogar alterfahrene Schrauber ausschließlich mit'm Drehmomentschlüssel ran... c-de-ville schrieb:Da fällt mir noch was ein, größere Gewinde wie Zündkerzen oder Ölablassschraube setzt man vorm reinschrauben erst an, d.h. man dreht die "Schraube" entgegengesetzt bis das Gewinde überspringt, dann hat man den Gewindeanfang gefunden und dann schraubt man die "Schraube" mit Hand bis zum Anschlag rein. Jepp ![]() Schrauberfreundliche Grüße. Sascha. Re: Zündkerzenwechsel - Black Hawk - 28.01.2012 Kerzen sind gewechselt. Sanft hereingeschraubt und leicht angezogen. Hat gut geklappt. Danke für die Tipps. Immer wieder schön, hier Hilfe zu bekommen. Re: Zündkerzenwechsel - GL_Corona - 28.01.2012 es kommst immer auf die Form des Dicht-Ringes an, in unserem Fall sind eine 1/8 Drehung richtig. bei 1/2 könnte es das gewesen sein. |