12.03.2010, 17:10
saxonfahrer schrieb:Juls schrieb:Die Straftaten haben sich gegenüber früher sehr wohl verstärkt, daran braucht man nicht rütteln oder das in Frage stellen. Da braucht man auch keine Beweise anbringen...Komische Argumentation - das ist so, weil du sagst : das ist so und basta?
Nö ist es nicht, ich denke es haben sich hier schon welche dazu geäußert, deren Kindheit schon 20 Jahre und länger zurückliegt. Ich hab grade auch nochmal meine Mum (50) gefragt, wie das bei denen so war und sie hat auch gemeint, dass die Gewalt deutlich zugenommen hat und dass die Kinder früher vor Erwachsenen respektvoller waren und sich nicht getraut haben, gegen einen Erwachsenen auch nur die Hand zu heben. Du siehst also, meine Behauptung ist nicht einfach eine Behauptung sondern fasst nur das zusammen, was einige hier schon gesagt haben. Deshalb hab ich es nicht eingesehn, das jetzt nochmal zu untermauer
saxonfahrer schrieb:Und das hätte ich ja wohl nie geglaubt von einer Frau zu lesen (die so lange um das Recht auf Selbstverwirklichung gekämpft haben) :Ok, ich dachte dabei jetzt eher an Halb-Tags-Job. Ist ja auch ne Option, man bleibt in seinem Job und hat trotzdem dann nachmittags Zeit, sich um seine Kinder zu kümmern. Also ich persönlich möchte schon mitbekommen, wenn mein Kind das erste Mal Mama sagt oder seine ersten Gehversuche macht und das nicht von irgend einer Erzieherin erzählt bekommen. Da verzichte ich als Frau gerne auf die Karriere, denn wie oft wird man denn Eltern? Grade die ersten 10-12 Jahre sind meiner Meinung nach bei der Kindererziehung entscheidend und haben viel mehr Einfluss auf die persönliche Entwicklung des Kindes als viele denken.
Juls schrieb:Aber warum ist es denn so, dass man kaum mehr Zeit für seine Kinder hat: Genau, weil man es sich heutzutage als Familie nicht mehr leisten kann, dass nur einer arbeitet und der andere zuhause bei den Kindern bleibt
Aber um jetzt keine Missverständnisse entstehen zu lassen, ich bin dennoch dafür, dass die Frau nicht vom Mann bezüglich Finanzen abhängig ist und ein Recht darauf hat, ihren Beruf auch weiterhin auszuüben. Wenn die Kinder ein entsprechendes Alter (12 oder so) erreicht haben, um sie auch mal alleine zuhause zu lassen, kann man sich ja auch wieder mehr seinem Beruf widmen, paar Tage die Woche voll-, restliche Tage teilzeit arbeiten. Klar ist ein Einkommen für die meisten Familien in der heutigen Zeit nicht ausreichend. Das wäre halt so meine Wunschvorstellung. Ich habe in meinem Post zu keiner Zeit behauptet, dass eine Erziehung unter Kindern (ich denke mal du meinst KiTa) sich negativ auswirkt. Es ging mir dabei eher darum, dass die Eltern gar keinen Einfluss mehr auf ihre Kinder haben, weil diese ihre Eltern gar nicht mehr als Respektpersonen sehen, wenn sie den ganzen Tag mit anderen sozialen Institutionen verbringen. Oder die Eltern teilweise schon gar nicht mehr wissen, wie man Kinder erzieht oder auch aus Gewissensgründen entsprechende Spielekonsolen, Fernseher und ähnliches kaufen, weil sie denken, dass die Kinder genau das brauchen. Ich denke, wenn man es sich als Familie leisten kann, dass einer voll- und der andere teilzeit arbeitet, würde man sein Kind auch besser kennen und auch wissen, wie man sich mit dem eigenen Kind beschäftigt. Und das Kind kann nur davon profitieren.
saxonfahrer schrieb:Was auch sehr amüsant war :Was ich dir auch schon per PN geschrieben habe, wir ziehen doch alle an einem Strang. Im Grunde ist jeder betroffen, denn jedem kann das passieren, was mit der alten Frau oder diesem Dominik Brunner passiert ist. Denn, davon geh ich jetzt mal aus, jeder von uns hat so einen Gerechtigkeitssinn und würde da dazwischen gehn, wenn auf der Straße so etwas passiert. Da sollten wir uns doch eher zusammentun und zusammen über ne Lösung überlegen, findeste nicht? Das wäre der nächste Schritt. Wenn jetzt nun nicht mal mehr freie Meinungsäußerung erlaubt ist, ohne dass man immer gleich ne entsprechende Lösung präsentiert, dann weiß ich auch nicht. Und ehrlich gesagt, ich als Einzelperson traue mir nicht zu, eine Lösung, die für alle gut ist, zu formulieren, weil meine Meinung nur eine von vielen ist. In der Politik ist es ja schließlich auch so, dass zusammen Vorschläge gemacht werden und Lösungen herausgearbeitet werden.
Juls schrieb:Ich denke wir machen es uns zu einfach.Umso schöner ist es, wenn dann ein einziger Satz als Ursache/Lösung präsentiert wird (so hab ich jedenfalls die Aussage zum Zuhausebleiben eines Elternteils verstanden).
Gruß, Juls


