18.12.2012, 01:47
Was ihr da vor habt finde ich sehr mutig, da braucht ihr viel Glück, um nicht zu sagen es ist etwas blauäugig. Das wird kein Videospiel, wo man nach dem Absturz wieder von vorn anfangen kann.
Doch der Reihe nach: ich war noch nicht am Nordkap oder in Norwegen, aber ich habe schon viele Reisen von 10.000 km und mehr gemacht. Ich war immer im Süden, bis Saudi Arabien, Abu Simbel oder auch in Südmarokko und in fast allen Ländern Europas bis auf Skandinavien, da ist es mir im Sommer, wenn man Pech hat, zu kalt. Da ich auch schon Strecken von über 1.000km am Tag gefahren bin, sage ich euch, das wird kein Kindergeburtstag, ob ihr harte Kerle seid oder nicht. Bei 3 Wochen Zeit und fast 8.000 km, sind das ca. 500 km am Tag, meist auf Landstraßen mit erlaubten Höchstgeschwindigkeiten von max. 100 km/h und strengen Geschwindigkeitskontrollen. Zwei Bekannte von mir haben es auf direktem Wege zum Nordkap und zurück mit zwei Yamaha RD 350 in 5 Tagen geschafft, die hatten aber 15 bzw. 30 Jahre Motorraderfahrung und wollte einfach nur mal Wissen, ob es zu schaffen ist.
Dort oben muss man auch im Sommer mit Kälte und vielleicht sogar Schnee rechnen, ganz bestimmt aber mit Regen.
In eurer Stelle würde ich im Frühjahr einfach mal eine Tour von 500 km am Stück machen und mal beobachten, wie es einem dabei so geht. Denn für solch eine Tour sollte man schon etwas Fahrpraxis und Erfahrung haben, denn es soll ja auch Spaß machen, ansonsten wird es zur Tortur.
Ein weiterer Punkt ist, das ihr wenig Erfahrung mit Motorrädern habt und in Skandinavien können es bis zur nächsten Werstatt schon mal 100 oder mehr km sein. Dort muss man improvisieren können, aber dazu muss man erst einmal Wissen wo der Fehler liegt und was man machen kann. Dieses lernt man aber nur durch viele viele km ErFAHRUNG. Eine andere Möglichkeit ist eine ADAC Plus Mitgliedschaft, dann kommt man auf jeden Fall irgendwie nach Hause, aber der Urlaubsspaß ist vorbei.
Auch wenn die GPZ ein sehr zuverlässiges Fahrzeug ist, werdet ihr auf der Ostroute Mensch und Maschine einer schweren Prüfung unterziehen, ich weiß von Bekannten, das dort ALLE Straßenzustände anzutreffen sind, wobei die schlechteren einen Hauptteil der Strecke ausmachen werden. Mit Ersatzteilen ist dort auch eher nicht zu rechnen, d.h. wenn man nicht improvisieren kann, ist die Fahrt zu Ende.
Ich will hier nicht schwarz malen und euch den Urlaub verderben, aber ich glaube einschätzen zu können, was euch erwartet und ich weiß welch kleine nicht erkannte Fehler einen zur Aufgabe zwingen können. Auf jeden Fall sind top gewartete und zuverlässige Maschinen Pflicht.
Ihr solltet auf jeden Fall Werkzeug (speziell für die GPZ), einige Ersatzteile, eine Reparaturanleitung und Improvisationsmaterial dabei haben. Falls ihr den Fehler nicht reparieren könnt, vielleicht kann es dann jemand anders. Da kann ich später mal auflisten was ich ich immer so dabei hatte.
Zum übernachten sind Zelt und Schlafsack Pflicht, ob man dann eventeull in Hütten schläft, die soll es überall geben, in Motel oder Pension,das ist egal, aber man kann zur Not auf jeder Wiese und bei jedem Wetter pennen. Habt auch immer eine Notration zu Essen dabei und einen Kocher, falls ihr mal keine Unterkunft findet. Ich hab mich mal riesig über ein Glas Würstchen gefreut, das mir ein Autofahrer geschenkt hatte, als ich auf dem Weg nach Spanien unter einer Autobahnbrücke einen Kolben gewechselt habe.
Ich wollte hier nicht klugscheißen, aber ich habe auf meinen Touren schon Sachen erlebt, an die andere noch nicht mal im Traum gedacht hätten.
Wünsche Euch jedenfalls viel Glück und ich kann euch gut verstehen, denn wer nicht wagt der nicht gewinnt. Übrigens meine 2. große Tour habe ich mit einer 13 Jahre alten Zündapp Sport-Combinette (ein Mokick) von Hannover nach Southamton (1000 km) zu meiner Tante gemacht, mit einer Landkarte von 1954. Zurück bin ich die Strecke dann in 36 Std. nonstop gefahren, das war ein Erlebnis, das muss man nicht wiederholen.
Gruß c-de-ville
Doch der Reihe nach: ich war noch nicht am Nordkap oder in Norwegen, aber ich habe schon viele Reisen von 10.000 km und mehr gemacht. Ich war immer im Süden, bis Saudi Arabien, Abu Simbel oder auch in Südmarokko und in fast allen Ländern Europas bis auf Skandinavien, da ist es mir im Sommer, wenn man Pech hat, zu kalt. Da ich auch schon Strecken von über 1.000km am Tag gefahren bin, sage ich euch, das wird kein Kindergeburtstag, ob ihr harte Kerle seid oder nicht. Bei 3 Wochen Zeit und fast 8.000 km, sind das ca. 500 km am Tag, meist auf Landstraßen mit erlaubten Höchstgeschwindigkeiten von max. 100 km/h und strengen Geschwindigkeitskontrollen. Zwei Bekannte von mir haben es auf direktem Wege zum Nordkap und zurück mit zwei Yamaha RD 350 in 5 Tagen geschafft, die hatten aber 15 bzw. 30 Jahre Motorraderfahrung und wollte einfach nur mal Wissen, ob es zu schaffen ist.
Dort oben muss man auch im Sommer mit Kälte und vielleicht sogar Schnee rechnen, ganz bestimmt aber mit Regen.
In eurer Stelle würde ich im Frühjahr einfach mal eine Tour von 500 km am Stück machen und mal beobachten, wie es einem dabei so geht. Denn für solch eine Tour sollte man schon etwas Fahrpraxis und Erfahrung haben, denn es soll ja auch Spaß machen, ansonsten wird es zur Tortur.
Ein weiterer Punkt ist, das ihr wenig Erfahrung mit Motorrädern habt und in Skandinavien können es bis zur nächsten Werstatt schon mal 100 oder mehr km sein. Dort muss man improvisieren können, aber dazu muss man erst einmal Wissen wo der Fehler liegt und was man machen kann. Dieses lernt man aber nur durch viele viele km ErFAHRUNG. Eine andere Möglichkeit ist eine ADAC Plus Mitgliedschaft, dann kommt man auf jeden Fall irgendwie nach Hause, aber der Urlaubsspaß ist vorbei.
Auch wenn die GPZ ein sehr zuverlässiges Fahrzeug ist, werdet ihr auf der Ostroute Mensch und Maschine einer schweren Prüfung unterziehen, ich weiß von Bekannten, das dort ALLE Straßenzustände anzutreffen sind, wobei die schlechteren einen Hauptteil der Strecke ausmachen werden. Mit Ersatzteilen ist dort auch eher nicht zu rechnen, d.h. wenn man nicht improvisieren kann, ist die Fahrt zu Ende.
Ich will hier nicht schwarz malen und euch den Urlaub verderben, aber ich glaube einschätzen zu können, was euch erwartet und ich weiß welch kleine nicht erkannte Fehler einen zur Aufgabe zwingen können. Auf jeden Fall sind top gewartete und zuverlässige Maschinen Pflicht.
Ihr solltet auf jeden Fall Werkzeug (speziell für die GPZ), einige Ersatzteile, eine Reparaturanleitung und Improvisationsmaterial dabei haben. Falls ihr den Fehler nicht reparieren könnt, vielleicht kann es dann jemand anders. Da kann ich später mal auflisten was ich ich immer so dabei hatte.
Zum übernachten sind Zelt und Schlafsack Pflicht, ob man dann eventeull in Hütten schläft, die soll es überall geben, in Motel oder Pension,das ist egal, aber man kann zur Not auf jeder Wiese und bei jedem Wetter pennen. Habt auch immer eine Notration zu Essen dabei und einen Kocher, falls ihr mal keine Unterkunft findet. Ich hab mich mal riesig über ein Glas Würstchen gefreut, das mir ein Autofahrer geschenkt hatte, als ich auf dem Weg nach Spanien unter einer Autobahnbrücke einen Kolben gewechselt habe.
Ich wollte hier nicht klugscheißen, aber ich habe auf meinen Touren schon Sachen erlebt, an die andere noch nicht mal im Traum gedacht hätten.
Wünsche Euch jedenfalls viel Glück und ich kann euch gut verstehen, denn wer nicht wagt der nicht gewinnt. Übrigens meine 2. große Tour habe ich mit einer 13 Jahre alten Zündapp Sport-Combinette (ein Mokick) von Hannover nach Southamton (1000 km) zu meiner Tante gemacht, mit einer Landkarte von 1954. Zurück bin ich die Strecke dann in 36 Std. nonstop gefahren, das war ein Erlebnis, das muss man nicht wiederholen.
Gruß c-de-ville

