17.05.2013, 09:02
9. Funktionsfähigkeit wieder herstellen
Jetzt wollte ich auch endlich dahin, das Motorrad fahren zu können.
Gabel, Räder, Krümmer und Luftfilterkasten waren schon wieder verbaut, ebenso wie das Geweih. Zu den Bremsen habe ich mich ja schon ausgelassen. Also flux den Kühler angebracht und den Anschluss desselben an das Kühlwassersystem vorgenommen, sowie Hupen, Zündspulen und Kabelbaum angeknipst. Leider ist mir dann erst hinterher aufgefallen, dass ich beim Saubermachen um den Hauptständer herum so einiges vergessen hatte. --- insbesondere den Hauptständer selbst. Ich ging also frohen Mutes mit Kettenreiniger ans Werk und durfte feststellen, dass Kettenreiniger VERDAMMT aggressiv ist. Den Auspufflack hat es an einigen Stellen sofort angelöst, so dass das Metall wieder durchschien.
Gut⦠ausbauen wollte ich das Ding jetzt eigentlich auch nicht mehr⦠da der Krümmer sich rostbedingt nämlich nur komplett mit Endtöpfen und an einem Stück entfernen lässt. Sprich, ich hätte wahrscheinlich das Vorderrad ausbauen müssen um das Ding wegzubewegen. Ich habe daher nur alles abgeklebt und die sichtbaren Stellen einfach nochmal nachlackiert und mit dem Heißluftfön bearbeitet. Ich denke in den nächsten Jahren bedarf der Krümmer eh einer Erneuerung, und dann gibt es einen aus Edelstahl, sowie vielleicht eine Barracuda Anlage.
Außerdem ist schon ein Termin mit dem TÜV gemacht.
Im weiteren Verlauf sollten dann Armaturen und Verkleidungsteile verbaut werde. Die alten Schrauben des Cockpits waren derart verrostet, dass sie sich beim Zerlegen teilweise nicht mehr lösen ließen. Eine Verkleidungsspitze musste ich dabei opfern und habe sie durch eine neue, gebrauchte aus der Bucht ersetzt. Statt der originalen Schrauben sind nun auch hier V2A Schrauben zum Einsatz gekommen. Die Armaturen und Cockpitspitzen habe ich dann noch schön mit Farbauffrischer bearbeitet und eingebaut. Die sehen jetzt aus wie neu, und auch die Edelstahlschrauben geben meines Erachtens einen ganz schönen Kontrast.
So macht das Spaß
[Bild: https://dl.dropboxusercontent.com/u/2889...cht_42.jpg]
Nun noch schnell die Bautenzüge wieder angebrachtâ¦
Oder so dachte ich.
Während der Kupplungszug überhaupt kein Problem darstellte, zeigte sich beim Chokezug die Problematik, dass die Kabelummantelung oben, d.h. am linken Stummel aus der Führung gerutscht war. Das Problem habe ich dann aber mit etwas Ellenbogenschmalz und einem Schraubstock lösen können. Ich hoffe nur, es hält
--- Ansonsten gibt es halt einen neuen.
Nun war ich ja davon ausgegangen, dass die Gaszüge kein größeres Problem darstellen würden.
Weit gefehlt â¦
Als ich sie nach dem Schmieren und abtropfen einbauen wollte fiel mir beim Schließer auf, dass sich unten eine eine Lache aus schöner braune Suppe gebildet hatte - ROST.
Beim Öffner fiel mir auf, dass oben die Führung nicht nur lose, wie erst gedacht, sondern ausgebrochen war.
[Bild: https://dl.dropboxusercontent.com/u/2889...cht_43.jpg]
Alles in allem dürfte das wohl erklären warum der Gashebel nicht mehr zurückschnappte und es ein knirschendes Geräusch bei der Betätigung des Gasgriffs gab.
Also ⦠NEU
Da mir bereits zuvor aufgefallen war, dass die Tachowelle nicht mehr die dichteste war, habe ich dann alle drei bei http://www.kawaschrauber.de bestellt. Dort konnte ich übrigens mit dem Inhaber, nachdem ich die Tachowelle der Zett nicht gefunden hatte klären, dass die der - ich glaube der Eliminator 250 - dieselbe ist.
Zwischenzeitlich war der Tank wieder da, unten rum vom Flugrost befreit und mit Unterbodenschutz versehen, ebenfalls untenrum frisch lackiert und noch ohne Benzinhahn. Der liegt daneben. Einmal schön sauber gemacht und wieder verbaut. --- oder so dachte ich.
Der Teil unter dem Benzinhahn war durch den Lackierer abgeklebt worden, Leider an einer Stelle etwas zu weit, so dass mich etwas blankes Metall anblickte. Ich also rundherum leicht angeschliffen und mit etwas frisch angemischter Farbe und Pinsel (Dank nochmal an meinen Lacker) den Bereich ausgebessert⦠Dabei habe ich es vielleicht ein bisschen zu gut gemeint, denn ich habe praktisch alles â auch den Bereich unter dem Benzinhahn angemalt und nicht nur die kleine Ecke, die fehlte. War halt genug Farbe da.
Dass dort Farbe ist, scheint jedoch nicht unüblich zu sein. So habe ich â nachdem ich ein bisschen Panik geschoben hatte â mal wo es ging nach Tankfotos der Zett gesucht und dabei festgestellt, dass diese nahezu ausnahmslos auch in diesem Bereich lackiert waren. Puuuuh
Mit dem Rest der Farbe habe ich dann noch kleine Lackschäden an Rahmen und Lenker ausgebessert. Für den Rest â auch die Verkleidung und den Tank habe ich mir bei http://www.amazon.de einen Kwasni Schwarz- und einen Kawasaki âpurplish blackâ Farbstift von rh Motorradlacke besorgt.
Nun waren auch die neuen Gaszüge gekommen und konnten geschmiert werden. Dafür habe ich WD40 verwandt, mir aus Kreppband einen âEinmaldruckschmiererâ gebastelt (will heißen ich hab den WD40-Applikator an ein Ende geklebt und Kreppband drumgewickelt was das Zeug hielt) und dann draufgedrückt bis am anderen Ende was rauskam. Das ganze habe ich dann noch zwei Tage in der Garage aufgehängt und abtropfen lassen.
Die neue Tachowelle (nicht extra geschmiert) zu verlegen war kein Problem. Mit den Gaszügen hatte ich so meine Schwierigkeiten. Beim ersten Versuch jedenfalls schnappte da nichts zurück wie es sollte. Ich hätte fluchen können und hab mir auch hier und da ordentlich die Finger aufgeschabt. GRUMMEL.
[Bild: https://dl.dropboxusercontent.com/u/2889...cht_44.jpg]
Bei einem weiteren Versuch ging es dann glücklicherweise doch. Jetzt schnappt der Gasgriff wieder schön in die Ausgangsstellung zurück.
--- Fortsetzung folgt ---
Jetzt wollte ich auch endlich dahin, das Motorrad fahren zu können.
Gabel, Räder, Krümmer und Luftfilterkasten waren schon wieder verbaut, ebenso wie das Geweih. Zu den Bremsen habe ich mich ja schon ausgelassen. Also flux den Kühler angebracht und den Anschluss desselben an das Kühlwassersystem vorgenommen, sowie Hupen, Zündspulen und Kabelbaum angeknipst. Leider ist mir dann erst hinterher aufgefallen, dass ich beim Saubermachen um den Hauptständer herum so einiges vergessen hatte. --- insbesondere den Hauptständer selbst. Ich ging also frohen Mutes mit Kettenreiniger ans Werk und durfte feststellen, dass Kettenreiniger VERDAMMT aggressiv ist. Den Auspufflack hat es an einigen Stellen sofort angelöst, so dass das Metall wieder durchschien.
Gut⦠ausbauen wollte ich das Ding jetzt eigentlich auch nicht mehr⦠da der Krümmer sich rostbedingt nämlich nur komplett mit Endtöpfen und an einem Stück entfernen lässt. Sprich, ich hätte wahrscheinlich das Vorderrad ausbauen müssen um das Ding wegzubewegen. Ich habe daher nur alles abgeklebt und die sichtbaren Stellen einfach nochmal nachlackiert und mit dem Heißluftfön bearbeitet. Ich denke in den nächsten Jahren bedarf der Krümmer eh einer Erneuerung, und dann gibt es einen aus Edelstahl, sowie vielleicht eine Barracuda Anlage.
Außerdem ist schon ein Termin mit dem TÜV gemacht.
Im weiteren Verlauf sollten dann Armaturen und Verkleidungsteile verbaut werde. Die alten Schrauben des Cockpits waren derart verrostet, dass sie sich beim Zerlegen teilweise nicht mehr lösen ließen. Eine Verkleidungsspitze musste ich dabei opfern und habe sie durch eine neue, gebrauchte aus der Bucht ersetzt. Statt der originalen Schrauben sind nun auch hier V2A Schrauben zum Einsatz gekommen. Die Armaturen und Cockpitspitzen habe ich dann noch schön mit Farbauffrischer bearbeitet und eingebaut. Die sehen jetzt aus wie neu, und auch die Edelstahlschrauben geben meines Erachtens einen ganz schönen Kontrast.
So macht das Spaß
[Bild: https://dl.dropboxusercontent.com/u/2889...cht_42.jpg]
Nun noch schnell die Bautenzüge wieder angebrachtâ¦
Oder so dachte ich.
Während der Kupplungszug überhaupt kein Problem darstellte, zeigte sich beim Chokezug die Problematik, dass die Kabelummantelung oben, d.h. am linken Stummel aus der Führung gerutscht war. Das Problem habe ich dann aber mit etwas Ellenbogenschmalz und einem Schraubstock lösen können. Ich hoffe nur, es hält

Nun war ich ja davon ausgegangen, dass die Gaszüge kein größeres Problem darstellen würden.
Weit gefehlt â¦
Als ich sie nach dem Schmieren und abtropfen einbauen wollte fiel mir beim Schließer auf, dass sich unten eine eine Lache aus schöner braune Suppe gebildet hatte - ROST.

Beim Öffner fiel mir auf, dass oben die Führung nicht nur lose, wie erst gedacht, sondern ausgebrochen war.
[Bild: https://dl.dropboxusercontent.com/u/2889...cht_43.jpg]
Alles in allem dürfte das wohl erklären warum der Gashebel nicht mehr zurückschnappte und es ein knirschendes Geräusch bei der Betätigung des Gasgriffs gab.
Also ⦠NEU
Da mir bereits zuvor aufgefallen war, dass die Tachowelle nicht mehr die dichteste war, habe ich dann alle drei bei http://www.kawaschrauber.de bestellt. Dort konnte ich übrigens mit dem Inhaber, nachdem ich die Tachowelle der Zett nicht gefunden hatte klären, dass die der - ich glaube der Eliminator 250 - dieselbe ist.
Zwischenzeitlich war der Tank wieder da, unten rum vom Flugrost befreit und mit Unterbodenschutz versehen, ebenfalls untenrum frisch lackiert und noch ohne Benzinhahn. Der liegt daneben. Einmal schön sauber gemacht und wieder verbaut. --- oder so dachte ich.
Der Teil unter dem Benzinhahn war durch den Lackierer abgeklebt worden, Leider an einer Stelle etwas zu weit, so dass mich etwas blankes Metall anblickte. Ich also rundherum leicht angeschliffen und mit etwas frisch angemischter Farbe und Pinsel (Dank nochmal an meinen Lacker) den Bereich ausgebessert⦠Dabei habe ich es vielleicht ein bisschen zu gut gemeint, denn ich habe praktisch alles â auch den Bereich unter dem Benzinhahn angemalt und nicht nur die kleine Ecke, die fehlte. War halt genug Farbe da.
Dass dort Farbe ist, scheint jedoch nicht unüblich zu sein. So habe ich â nachdem ich ein bisschen Panik geschoben hatte â mal wo es ging nach Tankfotos der Zett gesucht und dabei festgestellt, dass diese nahezu ausnahmslos auch in diesem Bereich lackiert waren. Puuuuh

Mit dem Rest der Farbe habe ich dann noch kleine Lackschäden an Rahmen und Lenker ausgebessert. Für den Rest â auch die Verkleidung und den Tank habe ich mir bei http://www.amazon.de einen Kwasni Schwarz- und einen Kawasaki âpurplish blackâ Farbstift von rh Motorradlacke besorgt.
Nun waren auch die neuen Gaszüge gekommen und konnten geschmiert werden. Dafür habe ich WD40 verwandt, mir aus Kreppband einen âEinmaldruckschmiererâ gebastelt (will heißen ich hab den WD40-Applikator an ein Ende geklebt und Kreppband drumgewickelt was das Zeug hielt) und dann draufgedrückt bis am anderen Ende was rauskam. Das ganze habe ich dann noch zwei Tage in der Garage aufgehängt und abtropfen lassen.
Die neue Tachowelle (nicht extra geschmiert) zu verlegen war kein Problem. Mit den Gaszügen hatte ich so meine Schwierigkeiten. Beim ersten Versuch jedenfalls schnappte da nichts zurück wie es sollte. Ich hätte fluchen können und hab mir auch hier und da ordentlich die Finger aufgeschabt. GRUMMEL.
[Bild: https://dl.dropboxusercontent.com/u/2889...cht_44.jpg]
Bei einem weiteren Versuch ging es dann glücklicherweise doch. Jetzt schnappt der Gasgriff wieder schön in die Ausgangsstellung zurück.
--- Fortsetzung folgt ---
viele Grüße
Kay
- nach Diktat verreist -
Kay
- nach Diktat verreist -