10.04.2007, 07:27
Ogrim\;p=\"33246 schrieb:Dieser Thread kommt grad Ideal! Brauch ich net nochma zu fragen^^ Was kann eigentlich passiern, wenn man das Ventilspiel zu spät oder garnet einstellt?
Moin, hab ma "gegoogelt"
Die "Verbindung" zwischen Nockenwelle und Ventil kann direkt oder durch Stößelstangen und Kipphebel passieren. Die Ventile, besonders das Auslaßventil, sind Temperaturen bis 800°C ausgesetzt. Diese Wärme werden sie in geschlossenem Zustand über den Ventilsitz an den Zylinderkopf wieder los.
Schließen die Ventile nicht mehr richtig, verbrennen sie und der Ventilsitz. Das geht bei grundverkehrt eingestelltem Spiel schnell.
Bei Erwärmung dehnt sich das Material im Motor aus. Die Wärmeausdehnung ist im Ventiltrieb aber unterschiedlich groß. Um das auszugleichen, sieht man ein Ventilspiel vor. Es garantiert, daß die Ventile auch bei betriebswarmem Motor anständig schließen und abkühlen können.
Und noch ein Beitrag
Das Ventilspiel bezeichnet das Spiel zischen Nockenwelle (bzw. Kipphebel o.ä.) und dem Ventilstößel (hier: dem Shim), und zwar dann, wenn das Ventil geschlossen ist. Beim Betrieb des Motors soll das Spiel möglichst genau 0 betragen. Da sich der Ventilschaft bei Betriebstemperatur jedoch ein wenig dehnt, muß bei kaltem Motor ein geringes Spiel vorhanden sein. Ist das Ventilspiel zu groß, ist auch beim Betrieb des Motors noch Spiel vorhanden. Die Nockenwelle löst sich ständig vom Stößel, und schlägt dann wieder darauf ein, was zu vermehrten Geräuschen und Verschleiß führt. Bei extrem großem Spiel stimmen dann auch die Steuerzeiten nicht mehr, da das Ventil zu spät öffnet und zu früh schließt. Ist das Ventilspiel zu klein, schließen die Ventile beim Betrieb nicht richtig. Die Kompression und damit die Motorleistung sinkt. Damit sollte klar sein, daß das Ventilspiel immer bei kaltem Motor gemessen wird.
Gruß
wepps
EX500D, 94er Candy Wine Red, 2in1 Cobra, 35er Höherlegung, BT 45, Wilbers Gabelfedern, Stahlflex-Bremsleitung, Heckumbau, getönte Heckleuchte, Tachostyling

