11.11.2009, 20:00
@Jette Oftmals deutet leider absolut gar nichts auf einen bevorstehenden Suizidversuch hin. Da sind auch Psychologen/Psychiater machtlos, denn letztendlich liegt es ja auch mit am Patient, wieviel er erzählt. Manches wird erst nach und nach aufgedeckt, vieles bleibt aber auch unangesprochen.
Es passiert halt oft aus einer Kurzschlussreaktion heraus.
Habe das selbst erst vor kurzem erlebt bei uns in der psychiatrischen Tagesklinik. Da finden u.a. regelmäßige und auch außerplanmäßige Gespräche mit Psychologen statt. Und das sind wirklich gute, fähige "Seelenklempner", die dort arbeiten. Es finden täglich Teambesprechungen statt, in denen das gesamte Behandlungsteam um die Psychologen, also Ãrzte, Therapeuten, Psychologen, Psychiater anwesend sind und ein gemeinsamer Austausch über jeden einzelnen Patienten stattfindet.
Nun war es bei dem Patient so, dass er kurz vor der Wiedereingliederung ins Berufsleben stand, und ja auch selber darauf gedrängt hatte. Er hat eine intakte Beziehung, er hat Kinder, die ihm Halt geben und Freunde. Suizidgedanken hatte er zu dem Zeitpunkt negiert, sein Zustand war soweit stabil, schwingungsfähig, wie die Experten sagen würden. Dennoch hat er dann einen Suizidversuch gemacht, der glücklicherweise misslungen ist. Wir waren alle geschockt, als wir das erfahren haben. Keiner hatte damit gerechnet. Er war in den Therapien aktiv beteiligt, hatte auch in der Gruppe Anschluss gefunden, war regelmäßig beim Einzelgespräch mit seinem Psychologen...
Will damit nur sagen, dass es eben nicht unbedingt vorhersehbar sein muss, selbst für einen Psychologen. Ganz ehrlich? Ich habe einen Heidenrespekt vor solchen Leuten und schätze deren Arbeit. Ich möchte diese Verantwortung nicht haben.
Es passiert halt oft aus einer Kurzschlussreaktion heraus.
Habe das selbst erst vor kurzem erlebt bei uns in der psychiatrischen Tagesklinik. Da finden u.a. regelmäßige und auch außerplanmäßige Gespräche mit Psychologen statt. Und das sind wirklich gute, fähige "Seelenklempner", die dort arbeiten. Es finden täglich Teambesprechungen statt, in denen das gesamte Behandlungsteam um die Psychologen, also Ãrzte, Therapeuten, Psychologen, Psychiater anwesend sind und ein gemeinsamer Austausch über jeden einzelnen Patienten stattfindet.
Nun war es bei dem Patient so, dass er kurz vor der Wiedereingliederung ins Berufsleben stand, und ja auch selber darauf gedrängt hatte. Er hat eine intakte Beziehung, er hat Kinder, die ihm Halt geben und Freunde. Suizidgedanken hatte er zu dem Zeitpunkt negiert, sein Zustand war soweit stabil, schwingungsfähig, wie die Experten sagen würden. Dennoch hat er dann einen Suizidversuch gemacht, der glücklicherweise misslungen ist. Wir waren alle geschockt, als wir das erfahren haben. Keiner hatte damit gerechnet. Er war in den Therapien aktiv beteiligt, hatte auch in der Gruppe Anschluss gefunden, war regelmäßig beim Einzelgespräch mit seinem Psychologen...
Will damit nur sagen, dass es eben nicht unbedingt vorhersehbar sein muss, selbst für einen Psychologen. Ganz ehrlich? Ich habe einen Heidenrespekt vor solchen Leuten und schätze deren Arbeit. Ich möchte diese Verantwortung nicht haben.
Gruß, Juls

