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wie eruiert man wann ein Ölwechsel nötig ist --> Bio Motoröl
#25
Ogrim schrieb:Deins ist egal wie sauber und frei von Lack, Bremsflüssigkeit oder sonstigen Verunreinigungen automatisch unbekannter Herkunft und wird entsorgt. Auch wenn du es in ner Werkstatt abgibst.
Das bekannter Herkunft wandert wieder in die Raffinerie und wird wieder aufbereitet.

Weiߟ jemand zufällig wie die Entsorgung im genauen aussieht? Entsorgt klingt immer so gut, aber ist doch ziemlich nebulös! Ich kenn bisher nur eine einzige Methode Altöl endgültig zu entsorgen, nämlich indem es von irgendwelchen Schiffen irgendwo auf dem Ozean im Niemandsland einfach abgelassen wird oder von der Mafia im Mittelmeer versenkt oder in irgendwelches Erdreich vor Neapel gekippt wird. Klärt mich mal auf, wie das richtig gemacht wird bzw. "ordnungsgemäߟ"!

Edit: Wer suchet der findet. Nach der Altölverordnung wird Altöl, dass sich nicht mehr zur Aufarbeitung eignet zur "energetischen Verwertung" aufbereitet, sprich verbrannt. Im übrigen stellen offenbar nicht die "bekannte" oder "unbekannte" Herkunft das Kriterium zur Wiederaufbereitung dar, sondern die Verschmutzung mit bestimmten Fremdstoffen und deren Grenzwerte. Nebenbei: Es wird in verschiedenen Stoffklassen gesammelt:

Zitat:(3) Basisöle sind unlegierte Grundöle zur Herstellung der folgenden nach Sortengruppen spezifizierten Erzeugnisse:
Sortengruppe 01 Motorenöle
Sortengruppe 02 Getriebeöle
Sortengruppe 03 Hydrauliköle
[...]

Heiߟt das ich muss Gabelöl und Motorenöl in getrennten Gebinden abgeben? Wie ist das mit meinem Motorradöl, Sortengruppe 1 und 2? Think

Edit2: Jetzt wird mir auch klar warum Du sagst "bekannt" und "unbekannte" Herkunft. Kann es sein, dass man unser Öl keiner Sortengruppe zuordnen kann? - Dann kann man ja wieder schön alles zusammenkippen und abgeben. Stimmt's?

Zum Bioöl:
Ist natürlich irgendwie typisch für einen Schweizer Hinterweltler , dass er der Industrie so misstraut. Wink Ich könnte dem ganzen Patentrechtkram auch nix abgewinnen - die Rechtsberatung würde mehr Aufwand und Geld bedeuten als die Sache für den Erfinder wert wäre. Ich glaube im übrigen schon, dass sich der Mann nach 30 Wurschteljahren mit Schmiermitteln auskennt. Auch die Oldtimerrestaurateure wissen mit Sicherheit was gut für ihre teuren Kisten ist und haben oft "mehrere Maschinenbaustudiengänge" in ihrem Leben durchlaufen.

Im Zuge der Entsorgung dieses Biosschmierstoffes würde mich doch mal die DOC-Werte und die natürliche Abbaurate interessieren. Nicht alles was "natürlicher" Herkunft ist lässt sich auch gut biologisch abbauen.

Ogrim schrieb:Mich würd nur mal interessieren, wie die die Additive im Öl auf einander abstimmen wollen. Das eine reagiert mitm anderen und kann zu ner richtig bösen Sch**** ranwachsen. Und neue dazugeben, muss man ja wissen, was vorher drin war

Ehrlich gesagt ist das ganze Additivgeschwätz, meiner Meinung nach, Lobbyismus in reinstform. Die Austauschintervalle haben sich nicht wegen weiterentwicklung der Additive, sondern durch bessere Motorenbauweise und reinere Basisölherstellung verbessert. Öl an sich ist dermaßen inert, dass man es vermutlich ewig benutzen kann, wenn es nicht so dreckig werden würde. Wenn man den Fremdscheiߟ regelmäߟig rausbekommt (Wasser, Säuren, Ruߟ, Metall, etc.) dann überlebt es den Rest der Maschinen mit Sicherheit um Längen. Und ich behaupte, dass das Öl an sich schon genug Dreck aufnimmt - ohne Additive (zur Not halt die Intervalle verkürzen...). Smile Wenn dem nicht so ist, dann nennt mir mal konkrete Additive und was sie bewirken (am besten physikalisch und chemisch nachvollziehbar begründet). Ich glaube das wird gaaaaaanz schwer Wink

Aber irgendwie muss Castrol und der Rest ja begründen warum ihr Öl dreimal so viel kostet....
So eine Dialysemaschine ist ja im Prinzip nichts anderes als ein größerer Ölfilter, der neben Feststoffen auch die flüssigen Fremdstoffe beseitigt. Ob der Filter auch die chemisch gelösten Stoffe im Öl rausbekommt? Ist vermutlich aber eh egal, da die sich minimal bis gar nicht auf die zu schmierende Maschine auswirken - sind schlieߟlich gebunden.

Irgendwann gibt es an jeder geschmierten Maschine einen genormten Anschluss für so eine Dialysemaschine und man muss sie nur noch anstöpseln und sie filtriert das rehbraune Nussöl, dass man - nachdem sich die Maschine wirtschaftlich nicht mehr rechnet - wahlweise in die neue Maschine oder zum Salatanmachen benutzen kann... Rolleyes

Gruߟ
Simon

PS: Nicht vergessen, ist eine persönliche Meinung - ich lasse mich gerne mit vernünftigen Argumenten und Beispielen überzeugen. Aber kommt jetzt nicht mit Werbetexten der Ölkonzerne.
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Re: wie eruiert man wann ein Ölwechsel nötig ist --> Bio Motoröl - von Nomis - 01.10.2009, 13:24

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