spidi schrieb:Einen gravierenden Nachteil haben die Michelin allerdings: Es sind meiner Meinung nach leider tatsächlich keine Schlechtwetter-Reifen.
Bei Minustemperaturen und bei nasser Fahrbahn fängt er zu rutschen an. Und da genügt schon "wenig" Schräglage um ein nervöses Zucken am Hinterrad zu spüren. (normal kurvige Bergstraßen)
Als Allwetter-Alrounder eignet sich der Bridgestone besser.
Welcher Reifen jetzt der bessere ist, lässt sich kaum beurteilen.
Bridgestone BT45:
Alrounder
gute Laufleistung
sehr Zuverlässig bei jedem Wetter
guter Grip
neigt zu Sägezahn
fährt sich schnell eckig
hat in Schräglage einen spürbaren "Kipp-Punkt", der bei höherer Laufleistung stärker wahrzunehmen ist
(
ich persönlich hatte bei starker Schräglage auch manchmal ein etwas hartes und leicht wackeliges Fahrgefühl)
Michelin Activ:
super Grip
extrem handlich
schreit regelrecht nach Schräglage
stabil in jeder Kurve, bei jedem Bodenbelag
wird sehr schnell warm (viel schneller als der BT)
anfangs sehr rutschig
schlechter Grip bei Frost und Nässe (im Vergleich zum BT)
Meine Meinung:
Für den Ganzjahresfahrer, der sein Motorrad nicht nur als reines Hobbyobjekt sondern auch als häufiges zuverlässiges Transportmittel schätzt, ist der Bridgestone die bessere Lösung.
Für den wasser- und kältescheuen Spaßbiker, Schönwetterfahrer und ewigen Kurvenjäger ist wahrscheinlich der Michelin das Nonplusultra.
Grüsse, kathi
PS.: Danke Juls! 
schonmal sehr guter bericht. allerdings gibts so ein paar sachen die ich ergänzen würde:
der michelin hat eine höhere laufleistung als der BT.
ich bin den hinterreifen gute 10 bis 12.000 km gefahren.
das mit dem schlecht-wetter reifen kann ich so allerdings nicht komplett unterschreiben.
anfangs mit sehr guter haftung auch bei niedrigsten temperaturen, baute er
nach einem oder 2 jahren (bin letztes jahr nicht viel gefahren) ab.
bei 0 bis 5 grad merkt man schon, dass der hinterreifen mal schmiert. sogar der vorderreifen
schmierte des öfteren mal leicht vorne weg bei großer schräglage und unebener straße (forsches fahren).
es war aber nie gefährlich. der michelin kündigt so
seinen grenzbereich an. schmiert aber nie komplett weg.
ich würde ihn auch uneingeschränkt für ganzjahresfahrer empfehlen. er hat zwar nicht
einen ganz so guten grip bei kälte und nässe wie der BT, befindet sich jedoch im vergleich zu anderen reifen auf
einem sehr hohen niveau.
und grade die hohe laufleistung macht ihn für ganzjahresfahrer interessant.
das klingt so, als würde er auf nasser fahrbahn oder bei kälte nix können.
liebe grüße,
tim
edit: der michelin wird nach ein paar tausend km auch leicht eckig. dann wird er kippelig, auch bei schnellerer fahrt.
hier gibts auch auch nicht allzuviele kurven. zudem bin ich auch mal 200-250km autobahn am stück gefahren.