Hallo,
keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll - als mein Sohn vor 3 Jahren geboren wurde, war es für mich eigentlich nicht so dass Problem - das Motorrad fahren. Dieses Jahr im Januar, bin ich zum zweiten Mal Vater geworden - ein kleines Mädchen. Tja, uns seit dem ich dieses Jahr im Februar gefahren bin, war es irgendwie anders. Ein komisches Gefühl beim fahren. Dachte bis heute, dass es sich wieder legt, aber es wurde schlimmer, mit jedem Mal. Diese Fragen und Gedanken beim Fahren, "was wenn mir was passiert?", "Wie war das nochmal gleich....?". Und heute hat mich diese Denkerei fast zum Abflug gebracht, ein kapitaler Verbremser, wäre mir früher nie passiert. Passiert ist mir jetzt auch nichts (der Maschine auch nicht), Gott sei Dank, nur ich weiß nicht, was mit mir los ist. Vielleicht sollte ich das Fahren aufgeben, für mich und meine Familie, die ich über alles liebe.
Was ist nur los mit mir?
Hey...
wenn Du alles getan hast was möglich ist, in Bezug auf Sicherheit dann beruhigt sich vielleicht dein Gewissen.
Hast du Helm, Jacke, Hose, Stiefel, Handschuhe, Rückenprotektor in TOP-Qualität?
Hast du eine Reflektierende auffälige Warnweste an?
Wartest Du regelmäßig deine Maschine, insbesondere Reifen und Bremsanlage?
Hast Du an Fahrsicherheitstrainingseinheiten teilgenommen?
Hast Du eine Risiko Lebensversicherung abgeschlossen, das für den Fall der Fälle deine Familie nicht ohne Geld da steht?
Sprich ausserdem mit deiner Frau über deine Sorgen und ansonsten ist mein Rat: Fahre noch vorausschauender. Nimm 20% weniger Gas, fahre nie ohne Schutzkleidung (Jeans ist keine Schutzkleidung  )
Wenn Du das alles getan hast, hast Du von deiner Seite alles getan was Du in Punkto Sicherheit machen kannst. Wenn es immer noch nicht hilft... denke immer daran das Leben ist sowieso kurz. Nimm die Zeit die du hast und verbringe sie mit dem was du möchtest. Wenn es deine Kinder sind und nicht dein Bock, dann ist das so.
Lieben Gruß
Marrador
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Hallo Nils,
erstmal herzlichen Glückwunsch zum Kindersegen. Wir sind zwar im selben Alter, aber mit Studium bei mir und meiner Süßen... naja, soll noch nicht sein.
Ich glaub diese Gedanken hat jeder, der eine mehr, wie Du, und ein anderer weniger. Auch ich mach mir ab und zu Gedanken, was wenns mich jetzt richtig klatscht. Was wird aus meiner Freundin, meinen Eltern. Klar, Du hast ne ganz andere Verantwortung als ich, daher kann ich auch nicht ganz so denken wie Du, trotzdem versteh ich Dich.
Wenn Dir das so durch den Kopf geht, dass Du Dich fast legst, dann geht Dir das ja ziemlich nah. Ich wünschte alle Familienväter würden sich solche Gedanken machen wie Du! Es gibt immernoch genügend, die das manchmal alles zu vergessen scheinen und handeln als gäbe es kein Morgen. Ob aufn Motorrad oder wo anders...
Scheinbar sagt Dir grad ne innere Stimme, das es da was viiieeell wichtigeres in Deinem Leben gibt als Motorradfahren. Diese nette kleine und doch so gefährliche Hobby.
Wenn Dich das so sehr beschäftigt solltest da mal mit Deiner Frau drüber reden und villeicht mal ne Pause machen. Wir kennen ja alle diese Anzeigen "Zu verkaufe wegen Hobbyaufgabe wegen Nachwuchs". Wärst nicht der Erste! Und Eier haste trotzdem noch!
Stress Dich da jedenfalls nicht rein es "zwingt" Dich doch keiner zu Fahren. Und wenn das Mopped mal n Jahr steht, stehts halt mal n Jahr...
Grüße
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Schließ mich da meinen Vorschreibern an.
Mach alles, was du tun kannst zum Thema passive Sicherheit (Helm, Kombi etc.) und fahr vorausschauend. Damit hast du zwar keine Garantie, aber doch ein mehr oder weniger beruhigendes Gefühl.
Die Gedanken, die mit dem Nachwuchs kommen, kenn ich nur zu gut.
Sollte in deinem Kopf wirklich ne Blockade sein, sprich mit jemandem darüber, je mehr du dein Problem präsent machst, desto mehr kannst du daran arbeiten.
Und wenn du dich z.Z. wirklich nur mit 1000 Gedanken im Kopf auf den Bock setzt, bringt das nix, weil du in Gedanken nich auf der Straße, sondern irgendwo sonst bist.
Dann lass die Gute mal ne Zeitlang stehen, ordne erstmal alles, was dich so beschäftigt und wenn du meinst, dass es wieder geht, probier's. Solltest du dann immer noch "Angst" haben, verkauf die Kleine. Das ist zwar ein großer Schritt, das zu tun, aber es erfordert sehr viel persönliche Größe, sich einzugestehen, dass man eben z.Z. für dieses Hobby den Kopf nicht frei hat.
Respekt vor deinem Thema! Mach was Gutes für DICH und deine Familie draus. Ich wünsch dir alles Gute dafür.
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Hi Nils,
wenn dir mit 29 bei einem "beinahe" Sturz solche Gedanken durch den Kopf gehen, dann ist bei dir alles im grünen Bereich (ne hab keine Kinder), aber das zeigt doch dass du dir deiner Verantwortung gegenüber deiner Familie mehr als bewusst bist (und das finde ich richtig Klasse  ).
Vllt. ist das jetzt der Punkt wo du nicht mehr an einem Ziel in 7:45 min sondern in 15 min sein willst (und, ist das wirklich so tragisch?) um deine Kleinen/Frau/Freundin zu sehen.
Als ich damals meine Unfall hatte, waren die ersten KM auch ein komisches Gefühl. Also, sollte dein Gefühl über den Rest der Saison anhalten, oder solltest du merken, dass du jedes mal verkrampfter aufm Bock sitzt, lass sie mal ne zeitlang stehen (siehe Vorredner) oder verkauf sie (dann würde dir das fahren auf Dauer wahrscheinlich eh keinen Spaß mehr machen).
Haste schon mal mit deiner Frau darüber gesprochen, wie steht sie zu diesem Thema???
Und Hey, dass du Eier in ner Hose hast, haste ja schon 2mal bewiesen
Gruß MrCoffee
Gruß MrCoffee
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Kann da als 20jähriger wahrscheinlich nicht mitreden, finde es dennoch, wie meine vorredner, klasse dass du das thematisierst. ich sag das jetzt mal ganz großmäulig heraus, wenn ich eine kleine tochter hätte und ich angst um sie hätte während ich fahre, würde ich das moped fahren aufgeben(zumindest zeitweise). würde mich wahnsinnig machen...und wenn manche bekannte da blöde sprüche klopfen, egal. du bist (wahrscheinlich) der ernährer der familie und abgesehen davon glaube ich, dass sie dir mehr Glück und Freude schenken als jedes motorrad der welt.
vielleicht solltest du es mal auf der rennstrecke probieren, (musst ja nicht den rundenrekord machen), da kann dir wenigstens keiner die vorfahrt nehmen.
aber:
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Was wepps im Mittelteil geschrieben hat trifft die Sache auf dem Punkt. Als Motorradfahrer musst du für dich und die Autofahrer denken. Dazu kommt, dass du nicht einfach am Lenkrad drehen kannst und kommst immer noch locker rum, meim Motorrad heißt es schlecht geschaut, schlecht gefahren  Jede Kurve will vorbereitet sein.
Mich erhaschen nur kurze Ablenkungen wenn ich zu langsam fahre, weil ich vlt nicht an einem Auto vorbei komme, da hilft nur etwas mehr Gas und mit dem Kopf wieder direkt in den Verkehr zurück.
Hallo Nils,
so ein Zufall unsere Beiden heissen Nils und Lars (2 1/2 Jahre und 6 Monate). Also mir gings am Anfang genau so, allerdings bin ich schon mehr als 15 Jahre Grossroller gefahren. Nach dem ersten ausprobieren des neuen Motorrads war mir schon ziemlich schwumrig, nicht bei 135 km/H ende, sonder knapp 200. Nicht mal auf der Landstrasse überholen, sondern locker flockig 3-4 Autos hintereinander. Das ging ca. 2-3 Wochen so und man macht sich dann schon seine Gedanken was wäre wenn. Ein schlechtes Gewissen hab ich dann auch noch wenn ich mit Jeanshose fahre. Hoffentlich kommt bald meine aufgepolsterte Sitzbank von Wepps.
Nachdem ich die Maschine nun etwas ausprobiert habe und mich ans walten und schalten gewöhnt habe, hat sich meine Fahrweise aber nun auch extrem geändert. Es gab für mich auch nur zwei Lösungen, entweder zurück auf den Roller oder angepasst fahren. Ich sags bewusst so: Ich schleiche jetzt mit meiner Maschine und fahre so als ob ich mit meinem Roller fahren würde. Ich geniesse es von der Arbeit nach Hause zu fahren und nicht auf die Autobahn abzubiegen, sondern Landstrasse mit ca. 90 - 100 km/h zu "touren". Dafür hab ich mir die GPZ eigentlich auch geholt, um mal ne schöne Reise durch die Alpen zu machen oder am Wochenende die Eifel zu erkunden.
Die höchste Geschwindigkeit die ich bisher gefahren bin war 175 km/H und das auch nur ums mal zu testen. Meine Meinung ist wer vernüftig und normal fährt kommt weniger in gefährliche Situationen. Dazu kommt halt noch extremer auf die anderen Verkehrsteilnehmer aufpassen.
Mit guter Kleidung und dam nötigen Sicherheitsdenken machts mir richtig Spass und denke ich auch weniger an was wäre wenn...
Gruß
Michael
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Hi Leute,
ich habe noch keine Kinder, aber mit meiner Freundin ist der Mopped-Verkaufs-Termin auch schon festgelegt: wenn sie im 3. Monat ist kommt die Kiste weg. Ich bin auch der "Tourer" und rase nicht, aber es ist nun mal leider so, dass man als Moppedfahrer gefährlich lebt.
Ich liebe das Gefühl von Freiheit und irgendwie auch Abenteuer, wenn man durch die Gegend fährt und eventuell sogar neue Landschaften sieht, aber all zu oft wird man auch unterschätzt, überschätzt und nicht beachtet.
Ein Beispiel: Als Tanja und ich vom Norden-Treffen zurück gefahren sind, haben wir von Magdeburg nach Dresden Landstraße genommen. Kurz hinter nem Ortsausgang von nem Dorf kommt ne Nebenstraße auf die Hauptstraße mit Stopp-Schild für die Nebenstraße. Wir kommen grad gemütlich aus dem Dorf raus.Von der Nebenstraße kommt: Weinroter Opel Astra mit Oma und Opa drin (haben wir hinterher gesehen). Dieser hält am Stopp-Schild. Guckt und schaut mir ins Gesicht. Und fährt einfach los. Idiot. Wir waren wie gesagt recht lahm unterwegs, weshalb das Bremsen noch geklappt hat. Den Opa angehupt und der hatte sich gleich so erschrocken, dass er sich gar nicht mehr getraut hat rechts zu mir rüber zu gucken. Hätten wir an dem Tag nicht schon 500km bei 31°C hinter uns wären wir mit Sicherheit 10 oder 20 km/h schneller unterwegs gewesen - ob man dann noch hätte ausweichen können weiß ich nicht.
Was ich damit sagen will : Moppedfahren ist nun mal viel gefährlicher als Autofahren. Natürlich gibts viele Biker, die in ihrem Leben nie nen Unfall haben. ABER : man muss nicht selbst Schuld haben und wenn man einmal selber Pech hat, dann steht die Frau (oder Mann) mit den Bälgern allein da, und die Kleinen wachsen ohne Vater (oder Mutter) auf.
Da muss jeder selbst Prioritäten setzten. Das hohe Risiko lässt sich auch nicht mit Schutzausrüstung und all zu passiven Fahrstil wegdiskutieren.
Grüße
Alex
EX 500D, Bj.94, 60PS, 51tkm, candy wine red, BT45, Heizgriffe (Daytona), Mini-Blinker (Diamond), ZX6R Spiegel, Stahlflex (vorn und hinten), schwarze MRA Spoilerscheibe, andere Fußrasten, Cobra C3 2in1 Komplettanlage
hier gibts Bildchen: Gallerie
Hallo, genialer Thread eins vor ab ich bin noch kein Glücklicher Familienvater
aber ab August verheiratet und hoffentlich bald danach Vater.
Zum Thema, klar ist das ein komisches Gefühl wenn man nicht mehr nur die Verantwortung über einen selber sonder noch über Frau und Kind hat, aber ich meine passieren kann immer was, auch mit anderen Verkehrsmitteln oder unter anderen Umständen. Das man vorsichtiger, und bedachter fährt, wenn man Kind und Kegel daheim hat ist ja nur vom Vorteil und ich glaube in den meisten Fällen auch die Regel
Also ich hoffe das ich auch wenn ich einen Stall voll Kinder haben sollte immernoch Motorrad fahre, weil es einfach ein geiles Hobby ist.
Schöne Grüsse
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Tja, irgendwie versteh ich Nils,
auch ich denke immer öfter über ein Cabrio statt des Bikes nach, aber noch macht es Spass, wenn mir auch Montag morgen, wenn ich die Zeitung aufschlage oft übel wird und ich zum Nachdenken angeregt werde.
Ich habe selbst 2 Kinder (daher kann ich das ganz gut nachvollziehen) und nehme meinen -mittlerweile 12-Jährigen seit ca. 2-3 Jahren als Sozius mit, auch auf größere Touren. Und ich kann nur sagen, das macht richtig Spaß, und, obwohl man anders fährt als alleine, zum Großteil nicht weniger Spaß.
Wenns bei Dir mal soweit ist, vielleicht kommt dann die wahre Freude am Biken zurück. Ansonsten: Respekt ist o.k. und unabdingbar, aber Angst hat am Bike nix zu suchen.
Jemand bei uns kam von ner Tour nach Hause, hat, warum auch immer auf einmal Angst bekommen, Bike verkauft und fertig. Und das hat jeder akzeptiert.
In diesem Sinne, entscheide Dich richtig, auch wenn ich meine Du solltest den Bock erst ne Saison stehen lassen und nicht aus einer Kurzschlussreaktion raus verkloppen (Außer er ist saubillig, ich such nämlich noch was....  )
Gruß
Lieber 5 Minuten feig,
als ein Leben lang tot
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*winkt*
Ein schönes Thema...danke Nils!
Vorweg:Ich bin 34 und habe noch keine Kinder.
Nicht nur Du hast solche gedanken, jeder denkt mehr oder weniger über dieses Problem ("was wäre wenn") nach.
Deine Angst spiegelt einen gesunden Menschenverstand wieder und solche Zeichen sollten nicht missachtet werden!!!
Ich will hier keine Paraneua hervorrufen, aber an Deiner Stelle würd ich das Mopet sauber putzen, abmelden...und "einwintern".
Denn, wenn man(n) am Bock sitzt sollten man(n) sich zwar bewusst über die möglichen Ursachen eines Sturtzes sein - ABER es sollte Dich nie so beschäftigen, dass Du abwesend bist und deshalb einen Fehler machst.
Also mein Tipp:
Lass die Mühle mal 1,2 oder sogar 3 Jahre stehen...und freu Dich dann wieder mal das schöne Möp auszuführen...
So long.
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Hallo ihr erfahrenen Biker.
Ich bin 22 und heirate nächstes Jahr.
Ich fahr Motorrad, mein Freund fährt Motorrad, mein Onkel, der Schwiegerpapa und diverese Leute im Freundeskreis...
Ich hab das angesprochene Thema bis jetzt immer weit weit von mir geschoben.
Ich fahre erst seit letztem Jahr... und doch beschäftig mich dieses Thema auch sehr. Gerade deshalb, da ich dieses Jahr schon (unverschuldet) meinen ersten Unfall hatte.
Wir denken auch an eine Familie. In 2 bis max. 3 Jahren.... und hab keine Ahnung, was dann kommt. Ich werde mit sicherheit eine mehr oder weniger lange Paus einlegen... aber mein Freund?
Ich hab keine Ahnung wie es uns ergehen wird. Und habe jetzt schon vor der Entscheidung meines Freundes angst.
Biken ist sein ganzes Leben und auch ich stecke immer mehr Herzblut in dieses Hobby...
Ich hab einen rießen respekt vor Leuten, die sowas für die Familie aufgeben!!!
Ich weiß nicht wie es uns ergehen wird, aber wenn erst mal ein Kind da ist, glaub ich, denkt man sowieso kompett anders...
Deine und die Aussage der "anderen Väter/Fastväter" hat mich echt sehr beeindruckt...
:top
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Hallo zusammen,
ich bin glaub ich zu jung um wirklich mit zu reden, aber ich finds "toll" das du dir gedanken machst und glaube das muss jeder selber wissen...schließe mich aber da meine Vorrednern an.
Aber warum gleich verkaufen, versuchs mit ner Pause und wenn die Pause länger dauert dann kannst ja wieder fahren wenn die Kids groß sind...gibt doch genügend die mit 40+ wieder anfangen...
Hallo,
erstmal vielen Dank für Euer Verständnis und den guten Zuspruch.
Das Motorrad fahren ist ein großes Hobby von mir und ich bin immer gern gefahren. Nie besonders offensiv, aber trotzdem zügig. Man kann sagen, nie schneller als mein Schutzengel fliegen kann.
Auto fahren macht mir z.B. gar nichts aus. Da fahre ich auch nie offensiv, immer dem Verkehr angepasst. Wenn die Bahn frei ist, auch mal über 200, aber da habe ich nicht diese Gedanken. Wahrscheinlich weil da mehr Blech um mich herum ist.
Nur das Motorrad fahren, da blockiert es bei mir, ich werde unaufmerksam, weil ich zu viel nachdenke. Unaufmerksamkeit = tödlich beim Motorrad fahren.
Wie gesagt, gestern war ich froh, wieder zu Hause zu sein. Auf der Rückfahrt haben mich sogar die Autofahrer auf der Landstraße überholt, war sonst eher umgekehrt  . Aber auch nur dann, wenn es die Situation zuließ. Tja und gestern, habe ich die schöne GPZ in die Garage gestellt und eine Plane drüber und- ich war froh, dass sie da stand.
Motorrad ist einerseits ein Gefühl von Freiheit, ein Abenteuer, aber auf der anderen Seite ist meine Familie - das schönste Hobby überhaupt (wenn ich das mal so sagen darf).
Nicht leicht beides unter einen Hut zu bekommen, denn dieses "unbekümmert sein", wenn man alleine steht (nichts gegen die singles, ich hoffe Ihr wißt was ich meine), ist jetzt nicht mehr da, da steht eine Menge Verantwortung hinter mir. Klar freu ich mich drauf, meinen Sohn mal mitzunehmen, oder später meine Tochter, aber im Moment ist es eben schwer unbekümmert auf den Bock zu steigen. Letztens war ja erst wieder ein Bericht in der Zeitung über zwei verunglückte Motorradfahrer in der Kölner Ecke. Beides Familienväter. Gut, die sind ja auch etwas "Hirnlos" gewesen mit der Aktion, aber auch da stehen die Familien jetzt ohne Papa da. Klar, es muss ja nichts passieren, aber meine Vorredner haben ja teilweise gesagt, dass Sie schon in Situationen kamen, wo beinahe was passiert wäre. Vielleicht sollte ich wirklich mal pausieren? Oder lieber nach dem Prinzip "Vogel friß oder stirb?" Rauf auf den Bock und die Blockade wegbekommen?
Nicht einfach - *grübel* *grübel*
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