Hi Leute,
bei mir stehen neue Bremsbeläge an und da ich dann die Bremszange eh in der Hand habe kam mir der Gedanke gleich auch die Dichtungen der Kolben zu wechseln. Es gibt hier schon einen ähnlichen Beitrag der aber nicht genau beleuchtet wie oft die Dichtungen nun gewechselt werden und vor allem interessiert mich eure Erfahrung beim Wechsel und wie oft ihr sie nun wirklich wechselt.
Grüße
micha
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Ich hab die noch nie gewechselt. Beim Wechsel der Beläge wird schön gereinigt und gut. An einen Wechsel der Dichtungen usw. denke ich erst wenn die Bremse in irgendeiner Form Verschleiß oder ähnliches zeigt.
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Da geb ich dem guten Morphi Recht...
Ich hab das bei meiner damals nur aus einem Grund gemacht:
Sie stand mehrere Jahre ungeschützt im freien, da war klar, dass eh neue Bremsflüssigkeit und Beläge drauf kommen, und da hab ich die Kolben raus geholt, um diese zum einen zu säubern, auf Rost o.ä. und auf Gängigkeit zu prüfen. Im gleichen konnte ich so sicherstellen, dass der ganze alte Rotz von Bremsflüssigkeit raus ist und wirklich alles sauber ist, da die alte Flüssigkeit schon recht "flockig" war...
Jetzt ists nur noch, alle 2 Jahre Flüssigkeit wechseln und beim Belagwechsel nur auf Dichtigkeit überprüfen...
Ausgebaut wird erst, wenns undicht wird, sonst lass ich die Finger davon...
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ich hatte letztes jahr auch nur aus deinem genannten grund die dichtungen gewechselt (tourmax). als ich dann nach dem ausbau die alten und neuen dichtungen verglich, fiel mir kein unterschied zwischen neu und alt auf; weder optisch noch habtisch.
solange dein bremssystem dicht ist, lass es so wies ist. weiterhin sollte man schon genau wissen, was man tut, wenn man am bremssystem rumschraubt.
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Eure Berichte stimmen mich sehr zuversichtlich. Wie es aussieht ist ein Dichtungswechsel nur bei einem Defekt nötig
Dann würde ich jetzt die Kolben nur soweit sauber machen wie sie rausstehen und danach reindrücken um Platz für die neuen Beläge zu schaffen.
Womit schmiert man eigentlich die Führungsstifte: SCHMIERMICH
Kommen diese Kandidaten in Frage?
- LM 47 Langzeitfett + MoS2
- Plastilube
- PROCYCLE Lager-/Mehrzweckfett
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Ich hätte jetzt Kupferpaste genommen. Spontan, weil Gedanken hab ich mir da noch nie gemacht...
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17.02.2014, 21:32
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.02.2014, 21:35 von Rubino.)
An dieser Stelle ist kupferpaste ziemlich fehl am Platz da es die Beschichtung angreift.
Eher eignet sich lagerfett das auch lieb zu der Manschette ist, ich nehme immer die paste für die Kolben die beim Reparaturset dabei ist.
Wer viel fährt sollte auch häufiger mal die bremse entlüften. Wenn die Maschine draußen steht auch gleich das System durchspülen.
Nach 25 jahren hat aber auch die pumpe eine Überholung bitter nötig.
Das Gehäuse nutzt mit der zeit ab, irgendwann ist auch mit nem neuen Geber nix mehr zu machen.
Der abrieb sammelt sich an wenn man die flüssigkeit nicht tauscht, also lieber mal fleißig sein wenns um die bremse geht
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(17.02.2014, 19:11)micha-500 schrieb: Kommen diese Kandidaten in Frage?
-LM 47 Langzeitfett + MoS2
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Und wieder einmal geb ich dem Morphi Recht 
Zumal man die Kupferpaste auch recht universell einsetzen kann und diese für viele Dinge sehr sehr nützlich sein kann...
Zu Deinen Alternativen:
Die erste und zweite Wahl scheint mir eher für Lager aller Art entwickelt zu sein, daher auch die Stichworte "höchste Lagerdrücke" beim ersten und "hoch belastbar" beim dritten...
Da scheint mir, jetzt ohne genauere Nachforschung, das zweite am geeignetesten zu sein...
Aber mal davon abgesehen, diese Bolzen, die Du schmieren willst, sind lediglich als Führung gedacht und da kommen überhaupt keine großen Kräfte drauf. Klar, etwas Wärme wird da wohl aufgrund der direkten Näche Zur Scheibe und den Belägen wohl hinkommen, aber das wird auch nicht im "Hochtemperatur-Bereich" sein.
Ich hab die Bolzen bei mir mit ganz stinknormalem 08-15-Fett eingeschmiert, auch eher um direkten Rostangriff bis zum nächsten Belagwechsel zu verhindern... Bremsbeläge sind wohl nahc den Reifen die am häufigsten zu wechselnden Teile, von daher hat man die mehr oder weniger ständig in der Hand...
Wenn Du Kupferpaste (auch mein Favorit) oder irgendeine Art von Fett schon zu Hause hast, bedarf es da keiner Neuanschaffung...
(Ich werfe hier auch mal absichtlich in Klammern in den Raum, dass es wohl auch reichen würde, die Bolzen einfach bei jedem Belagwechsel mit Margarine oder Butter einzureiben... Die hat wirklich JEDER zu Hause!   )
Wenn Du aber unbedingt was kaufen willst, dann würde ich trotzdem eher das erste oder dritte nehmen, denn das sind Namhafte Hersteller, die alle kennen und die wohl keinen Scheiß verkaufen...
Zumal man bei der ein oder anderen Wartung wohl auch mal ein "belastbareres" Fett benötigen kann, wo Kupferpaste nicht ratsam wäre...
(Mein rein persönlicher Favorit wäre das Procycle von Louis, aber das ohne Wertung!)
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Hey Micha,
ich hab dafür die ATE Plastilube. Denke damit kann man nichts falsch machen, da es ja speziell für die Schmierstellen der Bremsanlage angeboten wird. Hab auch schon in einer Werkstatt gesehen, dass die so Keramikspray dafür nehmen, aber ich würd einfach das nehmen, wo auch drauf steht, dass es für die Bremse geeignet ist.
Sollte man nicht auch die Belagrückseiten (logischerweise nicht auf der Seite, die Kontakt zur Bremsscheibe kriegt) und die Stellen im Bremssattel, in denen der Belag "hin- und herwandert" damit leicht schmieren?
Grüßle Sabse
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@flitzdüse: ja, macht sinn. es gibt sogar bei tante luis "spezielles" papier dafür, was das quitschen lindern soll
was nun dafür geeignet ist oder nicht, kann ich nicht sagen. auf alle fälle sollte es hitzebeständig sein. also nicht umbedingt normale weiße mehrzweckpaste, wie sie ua im modellbau zu finden ist, verwenden.
@rubino: warum greift die kupferpaste die beschichtung an? sind die bolzen nicht einfach lackiert? wie äußert sichs?
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18.02.2014, 02:30
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.02.2014, 02:31 von ometa.)
@Yuri
Wenn das Kupfer nix zu tun hat, weil das Mopped trocken daher steht, oder nur bei trockenem Wetter in den ohne-Salz-Monaten bewegt wird, dann sucht es sich einen Weg, um in eine stabile Energielage zu kommen. Das Kupfer stillt seinen Hunger mit allem, was sich ihm in den Weg stellt und verdaulich ist.
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Warum nicht mal einen Blick ins Werkstatthandbuch werfen?
Laut Kawasaki gehört da Silikonfett hin, z.B. Liqui Moli 3312.
Gibt's im Baumarkt oder im Autozubehörladen um die Ecke.
Grüße, rex
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